Viele Unterschiede zwischen benachbarten Regionen

Fußballkreis Göttingen-Osterode erlaubt fünf Spielerwechsel

Fußballerbeine.
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Kampf um den Ball: Am Wochenende startet der Großteil der heimischen Mannschaften in die neue Saison. Dann können mehr Spieler eingesetzt werden.

Der Fußballkreis Göttingen-Osterode zieht für die neue Saison bei den Ein- und -auswechslungen mit der Bundesliga gleich. Doch es muss auf die Details geschaut werden.

Hann. Münden – Der neue Wolfsburger Trainer Mark van Bommel wechselte einmal zu oft aus und bescherte seinem Klub damit das Aus im DFB-Pokal. Aber auch Amateurtrainer müssen in der neuen Saison aufpassen, um keinen Fehler zu begehen. Denn von Fußballkreis zu Fußballkreis können sich die Richtlinien unterscheiden. Wir blicken in die Durchführungsbestimmungen im Kreis Göttingen-Osterode.

Auswechslungen
In diesem Punkt gibt es für die heimischen Klubs die größte Änderung: Statt drei Wechseln sind jetzt wie auf Bezirksebene – und übrigens auch in der Bundesliga – fünf erlaubt. Allerdings entfallen auf Kreisebene die höherklassig gebotenen drei Zeitfenster für Wechsel während eines Spiels. In der Kreisliga und 1. Kreisklasse dürfen fünf Spieler einmalig eingewechselt werden; in der 2. und 3. Kreisklasse (genauso wie in der Frauen-Kreisliga) ist das uneingeschränkte Hin- und Herwechseln für fünf Akteure möglich. Ein Blick auf die Nachbarn: Der Kreis Northeim hat sich für vier Wechsel entschieden. Spielausschuss-Vorsitzender Heinz Schwingel betont, dass es im Northeimer Bereich zu diesem Punkt eine Online-Befragung unter den Vereinen gegeben habe. „Wir konnten uns nicht zu mehr als vier Wechseln entschließen. Denn in der Mehrzahl der acht Fußballkreise des Bezirks Braunschweig sind vier Wechsel nun üblich“, berichtet Schwingel. Weiterer Unterschied zu Göttingen-Osterode: In Northeim darf bereits ab der 1. Kreisklasse hin- und hergewechselt werden. Im Kreis Kassel, in dem die beiden Staufenberger Vereine antreten, sind weiterhin nur drei Wechsel pro Mannschaft erlaubt. „Wir wollen damit vor allem die zweiten Mannschaften in den Vereinen schützen“, sagt Matthias Schmelz, der Kreisfußballwart. Er hätte ansonsten befürchtet, dass an Spieltagen die Ersatzbänke der 1. Mannschaften randvoll seien, während die zweiten Mannschaften mit eventuell nur elf Mann antreten müssten.

Auf- und Abstieg
Kreisliga: Nach Beendigung der Staffelrunden A und B erfolgt eine Auf- und eine Abstiegsrunde. Die jeweils vier Erstplatzieren der beiden Staffeln ermitteln die Aufsteiger zur Bezirksliga. Die jeweiligen Teams ab Platz fünf ermitteln die Absteiger in die 1. Kreisklasse. Die beiden erstplatzierten Mannschaften der Aufstiegsrunde steigen in die Bezirksliga auf; die beiden letztplatzierten der Abstiegsrunde steigen in die 1. Kreisklassen ab.

1. Kreisklasse: Die Staffelmeister der 1. Kreisklasse A, B und C steigen in die Kreisliga auf. Der jeweils Tabellenletzte der Staffeln A, B und C steigt in die 2. Kreisklasse ab.

2. Kreisklasse: Die Staffelmeister A, B und C steigen in die 1. Kreisklasse auf. Der jeweils Tabellenletzte der Staffeln A, B und C steigt in die 3. Kreisklasse ab.

3. Kreisklasse: Die vier Staffelmeister steigen in die 2. Kreisklasse auf.

Spielersperren
In der Kreisliga sowie in den 1. Kreisklassen wird die Sperre nach der 5. gelben sowie der Gelb-Roten Karte durchgeführt. Dazu gilt folgendes: Ein Spieler ist nach der 5. gelben Karte für das nächste Punktspiel (im gleichen Wettbewerb) gesperrt.

Erhält ein Spieler in einem Punktspiel der Kreisliga sowie in den 1. Kreisklassen eine Gelb-Rote Karte, so ist er für das nächste Spiel (im gleichen Wettbewerb) gesperrt. Er ist bis zum Ablauf der automatischen Sperre auch für das jeweils nächstfolgende Punktspiel jeder anderen Mannschaft seines Vereins gesperrt, längstens jedoch bis zum Ablauf von zehn Tagen. (Manuel Brandenstein)

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