Jetzt kommt das Überraschungsteam

Hessenliga: Baunatal hat drei Spiele in acht Tagen – zweimal gegen Erlensee

Voller Einsatz: Fatih Üstün (rechts, hier gegen Fernwalds Julian Bender) steht mit Baunatal vor einer wichtigen Woche.
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Voller Einsatz: Fatih Üstün (rechts, hier gegen Fernwalds Julian Bender) steht mit Baunatal vor einer wichtigen Woche.

Die Fußballer des KSV Baunatal stehen vor einer wichtigen Woche, vielleicht schon der vorentscheidenden für den weiteren Saisonverlauf. Innerhalb von acht Tagen tritt die Mannschaft von Tobias Nebe dreimal in der Fußball-Hessenliga an.

Baunatal - Kurios: Zweimal ist der Gegner der FC Erlensee. Den Auftakt macht das Heimspiel morgen (14.30 Uhr, Parkstadion) gegen das Überraschungsteam aus der Nähe von Hanau.

Die Situation

Obwohl der KSV seit fünf Spielen nicht mehr gewonnen hat – vier Niederlagen und ein 2:2 gegen Alzenau – ist das Saisonziel noch nicht außer Reichweite. Das ist ein Platz unter den besten fünf, was gleichbedeutend mit der Teilnahme an der Aufstiegsrunde ist. Die Baunataler liegen als Sechster drei Punkte hinter dem Fünften 1. Hanauer FC, der bereits eine Partie mehr absolviert hat. Dennoch ärgerlich für den KSV: Durch seine Negativserie hat er die gute Ausgangsposition verspielt.

Und so liegen bedeutende acht Tage vor den Nordhessen, denn nach dem morgigen Heimauftritt warten zwei Auswärtsspiele: am Mittwoch in Fernwald und am Samstag darauf in Erlensee. „Es ist eine richtungsweisende Woche. Wir sind jetzt dazu verdammt, zu punkten“, sagt Nebe trotz des schweren Programms. „Wir können uns jetzt nicht mehr aussuchen, gegen wen wir punkten müssen.“ Die drei kommenden Partien sind umso wichtiger, da danach nur noch fünf Spiele auf dem Programm stehen, bevor die erste Phase der Hessenliga abgeschlossen ist.

Im Heimspiel am Samstag fehlen neben den Langzeitverletzten auch Felix Schäfer und Justin Wieczorek. Dafür kehren nach ihren Erkältungen Mounir Boukhoutta und Niklas Künzel zurück. Patrick Krengel (Erkältung) und Manuel Pforr (Rückenprobleme) waren in der Woche angeschlagen, sind aber wohl bis morgen wieder fit.

Der Gegner

Es ist gibt wirklich noch Gegner, gegen die die Baunataler in der Hessenliga noch nie gespielt haben. Dazu zählt der FC Erlensee, der in den vergangenen Jahren eine rasante Entwicklung hingelegt hat. In der Saison 2016/17 spielte der Verein noch in der Kreisoberliga, vier Jahre und drei Aufstiege später ist er Tabellenzweiter in der Hessenliga Gruppe A.

Furios ist vor allem auch der Werdegang im vergangenen Jahr. „Es ist schon ein bisschen verrückt, in der letzten Saison wären sie ohne den Abbruch sicher abgestiegen“, sagt Nebe. Beim vorzeitigen Ende der Spielzeit war der damalige Aufsteiger mit sieben Punkten aus elf Spielen das Schlusslicht. Jetzt sínd die Südhessen mit 26 Punkten aus zwölf Partien auf einem sehr guten Weg Richtung Aufstiegsrunde. Keine Frage, Erlensee ist das Überraschungsteam der Liga. Mit dieser Entwicklung der vergangenen Monate hatte selbst der Verein nicht gerechnet. „Wenn mir das vor der Saison einer prophezeit hätte, hätte ich ihn für verrückt erklärt“, sagte kürzlich der Sportliche Leiter Chris Sickmann der Offenbach Post.

Dabei hat sich bei den jungen Wilden des FCE, der älteste Stammspieler ist Pascal Hamann mit 26 Jahren, personell gar nicht so viel verändert. Mit Aaron Frey (Universität San Diego) und Tobias Meub (Großkrotzenburg) kamen immerhin zwei starke Innenverteidiger hinzu. „Die Beiden sind goldwert für Erlensee. Außerdem spielen sie nun sehr körperlich“, sagt Nebe, der sich in der Vorbereitung auf die Partie drei Spiele der Erlenseer auf Video angeschaut hat. Zudem sprach er mit Trainerkollege Dragan Sicaja über den kommenden Gegner. Dieser hat mit seiner Eintracht Stadtallendorf gerade erst das Heimspiel gegen Erlensee 1:2 verloren – das war die jüngste Überraschung des FCE. (Manuel Kopp)

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