Fußballkreis Göttingen-Osterode

Pokalsieg: Jühnder Kampfgeist nach 0:2 noch belohnt

Luis Lohrengel (rotes Trikot, TSV Jühnde) klärt gegen Justus Witzke (SG Bühren/Scheden).
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Situation bereinigt: Luis Lohrengel (rotes Trikot, TSV Jühnde) klärt gegen Justus Witzke (SG Bühren/Scheden).

Der überraschende Pokalsieg gegen die SG Bühren/Scheden könnte den Fußballern des TSV Jühnde endlich Auftrieb verleihen.

Jühnde – Beim Schlusspfiff der Kreispokalpartie zwischen dem TSV Jühnde und der SG Bühren/Scheden mussten beide Trainer ungläubig den Kopf schütteln. Jühndes Steffen Schob, weil sein Team eine unglaubliche Wende geschafft hatte und Danny Willert, da seine eigentlich besser besetzte Mannschaft zum zweiten Mal in Folge leer ausging. „Wenn man hier eine 2:0-Führung hat, muss man sein Spiel einfach durchbringen“, sagte Willert, der diesmal auf seinen Einsatz in der Verteidigung verzichtete. Doch daran lag es nicht, dass der favorisierte Tabellendritte der 2. Kreisklasse C beim in der Liga noch sieglosen Schlusslicht aus Jühnde ziemlich bedröppelt dastand. Spielerisch ging bei den Gästen an diesem Freitagabend nicht viel, und bei Standardsituationen verbuchten die Gastgeber sogar Vorteile. Die Jühnder steckten den recht frühen Doppelschlag der SG überraschend gut weg. Schön herausgespielt war der Anschlusstreffer durch die einzige Jühnder Spitze, Thorben Held. Die Platzherren hätten kurz vor der Pause sogar fast den Ausgleich durch Hendrik Holweg erzielt, doch sein Schuss wurde kurz vor der Torlinie noch abgeblockt.

Nach einer Stunde Spielzeit schlug Jühndes Spielertrainer Steffen Schob erneut einen seiner extrem gefährlichen Freistöße in den Strafraum und Thorben Held war per Kopf zum 2:2 zur Stelle.

Die SG Bühren/Scheden versuchte zwar alles, um noch in der regulären Spielzeit eine Pokalrunde weiterzukommen, doch die Aktionen wirkten diesmal fahrig. Die Jühnder Abwehr stand stabil und schien sich ins Elfmeterschießen retten zu können. Dieses hatte Schiedsrichter Manfred Förster aufgrund der hereinbrechenden Dunkelheit schon für den benachbarten kleinen Trainingsplatz angekündigt – nur dort gibt es in Jühnde etwas Flutlicht. Doch soweit kam es nicht mehr: Fünf Minuten vor dem Abpfiff wurde ein Jühnder Akteur auf der Strafraumlinie gelegt, und Philip Gadzikowski verwandelte den fälligen Elfmeter zum 3:2-Siegtreffer. Nicht nur Steffen Schob war baff: „Nach dem 0:2 hatte ich mit so etwas wirklich nicht mehr gerechnet, aber die Jungs haben sich ins Spiel reingekämpft. Ich hoffe, das gibt uns auch einen Schub für die Liga.“

TSV Jühnde: E. Lux – Lohrengel, Bleyer, Schob, Wienecke – Holweg, Koch, Gadzikowski, Fritz, Weitemeyer – Held Eingewechselt: Holzhauer, Sohnrey
SG Bühren/Scheden: F. Schucht – Harting, Zimmermann, M. Schucht, Vaupel – Kecker, Quentin, G. Schucht, F.-O. Dreyer – Bertram, Bornemann Eingewechselt: K. Lux, Witzke, E. Dreyer, Fischer
SR: Manfred Förster
Tore: 0:1 Bornemann (18.), 0:2 Dreyer (22.), 1:2 Held (29.), 2:2 Held (60.), 3:2 Gadzikowski (85/FE) (Manuel Brandenstein)

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