Junglöwen empfangen Elversberg zum ersten Aufstiegsduell

A-Jugend des KSV Hessen Kassel hat die Bundesliga im Visier

Den Bundesliga-Aufstieg im Visier: Die A-Junioren des KSV Hessen mit Trainer Christian Andrecht (im Kreis, Mitte) sowie seinen Co-Trainern Jan Maximilian Krug (links daneben) und Meik Goczol (rechts daneben).
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Den Bundesliga-Aufstieg im Visier: Die A-Junioren des KSV Hessen mit Trainer Christian Andrecht (im Kreis, Mitte) sowie seinen Co-Trainern Jan Maximilian Krug (links daneben) und Meik Goczol (rechts daneben).

Am 25. Oktober bestritten sie in der Hessenliga ihr letztes Spiel. Dann bremste Corona sie aus. Wenn die A-Junioren des KSV Hessen Kassel am Sonntag erstmals wieder auf dem Feld stehen, ist dies viel mehr als nur ein Wiedereinstieg.

Kassel - Denn die Mannschaft von Trainer Christian Andrecht erwartet den SV Elversberg zum ersten von zwei Aufstiegsspielen zur Jugendfußball-Bundesliga (13 Uhr, G-Platz).

Für die Spieler ist es der Höhepunkt ihrer bisherigen Laufbahn, der Verein könnte sich erstmalig für die höchste Spielklasse der Altersstufe qualifizieren.

Die Ausgangslage

Die Konkurrenten gehen unter ungleichen Bedingungen ins Rennen. Der SV Elversberg durfte als Mannschaft eines Nachwuchsleistungszentrums durchgängig trainieren. Auch elf Testspiele trugen die Saarländer aus. Die Junglöwen hingegen stiegen erst vor eineinhalb Wochen wieder ins Training ein. Immerhin ein Vorbereitungsspiel war ihnen möglich, wobei sie gegen Jugend-Bundesligist Arminia Bielefeld unglücklich 1:2 unterlagen. „Man kann da schon von Wettbewerbsverzerrung sprechen. Aber der DFB hat das so festgezurrt und wollte die Relegation nicht weiter nach hinten legen“, sagt KSV-Trainer Christian Andrecht. Beide Kontrahenten hatten es bis zum Saisonabbruch im Herbst in ihren Ligen auf fünf Siege und ein Unentschieden gebracht und sich als Beste ihrer Staffeln qualifiziert.

Die Perspektive

„Es ist schwer zu sagen, aber wenn beide Mannschaften die gleichen Vorbedingungen hätten, wäre es wohl ein Duell auf Augenhöhe“, sagt Andrecht. Mit seinem Team nutzt er die knappe Zeit, um es doch dazu zu machen. „Die Jungs sind zum Glück fast alle körperlich topfit in die Vorbereitung eingestiegen. Daher können wir uns mehr um die Spielformen kümmern und im mentalen Bereich arbeiten“, erklärt der Trainer. Seine Spieler seien mit Begeisterung und Leidenschaft bei der Sache: „Sie haben die Chance, Geschichte zu schreiben und springen alle mit auf den Zug. Der Ehrgeiz hat sie gepackt, sodass man sie gelegentlich im Training sogar zügeln muss.“

Auch wegen der nach langer Pause größeren Verletzungsgefahr. „Immerhin bekommen wir viel Unterstützung durch die Physio-Abteilung der ersten Mannschaft, deren Saison ja beendet ist“, sagt Andrecht.

Gelänge der Sprung in die Bundesliga, könnte rund die Hälfte der potenziellen Startelf am Sonntag in der kommenden Saison auf großer Bühne antreten. Nicht mehr dabei sein wird der zur U 23 wechselnde Christian Andrecht. Sein Nachfolger Alfons Noja ist derzeit nicht in die Arbeit mit der Mannschaft integriert. „Das würde wohl keinen Sinn machen, weil jeder Trainer andere Vorstellungen hat“, sagt Andrecht, „dafür kann er nachher richtig loslegen.“ Vermutlich am liebsten in der Bundesliga.

Die Auflagen

Das Spiel wird gemäß der Bestimmungen des DFB ausgetragen. Zuschauer sind zugelassen, müssen jedoch eine medizinische oder FFP2-Maske tragen. Auch der Zugang ist geregelt. Karten an der Tageskasse gibt es nur für komplett Geimpfte oder Genesene. Sie müssen sich zudem am Eingang über die Luca-App oder schriftlich registrieren. Darüber hinaus durfte der KSV über das Internet 200 weitere personalisierte Tickets verkaufen. Sie waren innerhalb weniger Stunden vergriffen. Die Fans sind aufgefordert, am Spielfeldrand Abstand voneinander zu halten. „Wir haben rund 20 Ordner vor Ort. Sie sollen dafür sorgen, dass die Zuschauer nicht doch zu eng stehen“, sagt Julia Steinfatt, Leiterin der KSV-Geschäftsstelle.

Wer von den Zuschauern nach langer Zeit erstmals wieder zum Fußballschauen kommt, muss laut Genehmigung der Stadt nicht auf die mehr oder weniger obligatorische Bratwurst verzichten. Auch Kuchen bieten die Verantwortlichen an sowie nichtalkoholische Getränke. Es ist also angerichtet, zumal sich die Fans nach der Pause im Jugendfußball auf einen sportlichen Leckerbissen freuen dürfen. (Wolfgang Bauscher)

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