HNA-Serie: Fußballer Toni Lecke wechselt zu Dynamo Dresden in die B-Jugend

Aus Baunatal an die Elbe

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Satter Schuss: Im ersten Jahr in der C-Junioren-Hessenliga schoss Toni Lecke 24 Tore. Hier ist er beim Derby gegen den KSV Hessen Kassel zu sehen (im Vordergrund).

Calden/Baunatal. Am 16. Juli beginnt für Toni Lecke aus Calden ein neues Kapitel seiner noch jungen Fußballerlaufbahn. Nach einer überragenden Saison für die C-Junioren des KSV Baunatal – Lecke schoss in 26 Hessenligaspielen 24 Tore – wechselt der 15-Jährige zu Dynamo Dresden.

Für die HNA-Serie „Nordhessische Talente“ sprachen wir mit ihm über Positionswechsel, Probetrainings und seinen neuen Klub.

Schon als D-Jugendlicher spielte Toni Lecke mit den Größeren. Sein damaliger Trainer Robert Franke legte ihm nach zwei Jahren in Hofgeismar nahe: Du musst höher spielen. Im Sommer 2015 wechselte Lecke in die C-Jugend des KSV Baunatal. Baunatal wollte Lecke als Stürmer. Eine Position, die der defensive Mittelfeldspieler bisher nur aus der Regionalauswahl kannte. Startschwierigkeiten? Mitnichten. Ein Tor im ersten Spiel, ein Dreierpack am fünften Spieltag gegen den späteren Meister Wieseck. Nach 12 Hinrunden-Toren winkte die Einladung zur Hessenauswahl. Und nicht nur das: Die Großen waren aufmerksam geworden.

Lecke absolvierte ein Probetraining in Nürnberg. es folgte ein mehrtägiger Besuch beim 1. FC Köln. „Das Training ist fast überall gleich, doch das Niveau ist natürlich viel höher“, sagt er im Rückblick. Lecke hielt gut mit, überzeugte.

Trophäe: Die Torjägerkanone ist ein Geschenk der Eltern.

Im Hintergrund bastelte Förderer Franke am nächsten Probetraining: Er empfahl seinem Lieblingsverein Dynamo Dresden, Lecke einzuladen. Zusammen reisten die beiden nach Sachsen, angedacht waren vier Nächte und drei Trainingseinheiten. Nach dem ersten Training war klar: Dresden will Lecke. Und Lecke wollte nach Dresden: „Schule, Internat, Trainingsplätze: Alles ist sehr nah beieinander. Und alle waren total herzlich“, erzählt er mit breitem Grinsen.

Nachdem sich auch Leckes Eltern überzeugt hatten, fiel die Entscheidung: Für zunächst zwei Jahre hat er am Elbufer unterschrieben. Mit 21 anderen Talenten wird er im Dynamo-Internat leben, in direkter Nachbarschaft zu seiner Schule, wo auch die Elite des Deutschen olympischen Sportbundes paukt. Neben der Schule wird mindestens viermal pro Woche im Verein trainiert.

Sein zukünftiger Trainer in der U 17, Cristian Fiél, war selbst Profi in Dresden. „Das finde ich gut, er weiß worauf es ankommt“, sagt Lecke. Eins ist schonmal sicher: Zu 24 Saisontoren in der B-Junioren-Bundesliga wird Toni wohl nicht kommen: Fiél plant mit Lecke im defensiven Mittelfeld.

Steckbrief: Toni Lecke (15) 

Geburtsdatum: 5. Februar 2001 

Geburtsort: Hofgeismar 

Lieblingsklub: Bayern München 

Vorbild: Leroy Sané (Schalke) 

Eigener Verein: KSV Baunatal, ab Juli SG Dynamo Dresden 

Hobbies: Nur Fußball 

Lieblingsmusik: Hiphop, Rap

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