Interview: Schirmherr Tobias Damm über den Jugendcup, Turniere und seine Karriere

„Den Spaß bewahren“

Sie jubelten im Vorjahr: das KSV-Hessen-Team mit (hinten von links) Co-Trainer Dirk Peter, Bilsen Borancic, Antonio Josanovic, Nedim Huseini, Paul Förster, Luca Joel Schneppe, Trainer Klaus Lux sowie (davor) Timon Hedt,Connor Jordan, Henrik Peter, Kevin Becker, Kane Collin Schmitt und (liegend) Torwart Yannick Ross mit Maskottchen Leo. Archivfoto: Hedler/nh

Kassel. Heute ab 10 Uhr steigt auf dem Fußballplatz an der Damaschkestraße die Endrunde beim HNA-EAM-Cup für F-Jugendfußballer. Ein aufmerksamer Beobachter der Spiele wird Tobias Damm sein. Der Stürmer des Regionalligisten KSV Hessen Kassel ist Schirmherr dieser Veranstaltung. Wir haben mit dem 32-Jährigen über das Turnier, seine eigene Jugendzeit und seine Karriere gesprochen.

Wissen Sie was im Sommer vor zehn Jahren war?

Tobias Damm: Da habe ich für Mainz 05 meinen ersten Bundesliga-Treffer geschossen.

Das stimmt. Aber Sie haben beispielsweise auch ein Tor erzielt beim 5:0 der Mainzer im Testspiel gegen den FC Liverpool. Damals war Jürgen Klopp noch Trainer in Mainz.

Damm: Daran denke ich immer noch gern zurück. Das war das Highlight in der Vorbereitung. Danach habe ich die ersten vier, fünf Punktspiele von Beginn an bestreiten dürfen.

Wie viel Arbeit haben Sie investiert, um bis in die Bundesliga zu kommen?

Damm: Es klingt banal, aber ich habe immer gut trainiert. Ich hatte das Glück, dass ich in jungen Jahren nie schwer verletzt war. Es gab allenfalls mal muskuläre Probleme. Und eine gewisse Schnelligkeit hatte ich von kleinauf. Bei Mainz gab es später dann aber noch spezielles Sprinttraining.

Welche Ratschläge geben Sie jungen Fußballern, die auch den Traum von einer Profi-Karriere haben?

Damm: Das Wichtigste ist, sich den Spaß an diesem Spiel zu bewahren. Wenn es mal nicht läuft, muss man trotzdem ruhig bleiben. Ich hatte auch schwierige Phasen, in denen ich am Ball bleiben musste.

Wie wichtig war es Ihnen, ein zweites Standbein zu haben?

Damm: Man weiß nie, was passiert. Eine Laufbahn kann durch eine Verletzung ganz schnell vorbei sein. Es war aber nicht nur mir, sondern auch Mainz wichtig, dass ich die Ausbildung bei VW in Baunatal abschließe. So habe ich damals ein halbes Jahr teilweise noch bei meinem Ex-Verein Schwalmstadt mittrainiert.

Ihr Vater Hartmut war einer Ihrer Trainer in der Jugend. Wie sehr hat er Ihren Weg beeinflusst?

Damm: Er war nicht nur später in Homberg, sondern auch in Falkenberg mein Coach. Meine Eltern haben mich immer kräftig unterstützt, sämtliche Entscheidungen durfte ich aber allein treffen.

Erinnern Sie sich noch an ihre F-Jugend-Zeit? War denn die Anspannung genauso groß wie vor einem Bundesliga-Spiel gegen den VfL Bochum?

Damm: Aufregung ist immer da. Aber die Nervosität verfliegt im Spiel schnell. Man will nur noch gewinnen.

Welche Bedeutung hatten Turniere für Sie, solche Veranstaltungen wie der HNA-EAM-Cup?

Damm: Dies sind immer Höhepunkte gewesen. Wir waren mit Homberg einige Male bei Turnieren in der Schweiz. Dort gab es große Pokale zu gewinnen.

Inwieweit erfordern diese Wettkämpfe eine besondere Herangehensweise?

Damm: So etwas braucht es nicht. Ich sehe das bei meinen Kindern: Die wollen einfach Spaß haben. Man muss sich auch nicht die Kräfte besonders einteilen. Worauf Trainer allerdings achten sollten, ist ein gutes Aufwärmen vor jedem einzelnen Spiel.

Der KSV Hessen ist der Vorjahressieger. Sie haben bei einigen Vereinen in der Region gespielt. Wem gehören bei der Finalrunde auf dem G-Platz Ihre Sympathien?

Damm: Als Schirmherr drücke ich allen Teilnehmern die Daumen, die beiden besten Teams sollen schließlich das Endspiel im Auestadion erreichen. Da erwarten mich dann praktisch zwei Höhepunkte an einem Tag, denn anschließend findet ja das Freundschaftsspiel gegen den 1. FC Köln statt.

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