„Eine ganz enge Kiste“

Sebastian Jilg schießt JSG BSA/Kammerbach/Hitzerode zur Hallenmeisterschaft

Durch die Mitte entwischt: Verfolgt wird Philipp Immig im blauen Trikot des späteren Futsal-Kreismeisters JSG BSA/Kammerbach/Hitzerode von zwei Verteidigern des SSV Witzenhausen. Foto: eki

Hessisch Lichtenau. Diesen Tag wird Sebastian Jilg im blauen Trikot der A-Junioren der JSG BSA/Kammerbach/Hitzerode bestimmt nicht so schnell vergessen. Im vorletzten Spiel seiner Mannschaft gegen den SSV Witzenhausen scheiterte er Sekunden vor dem Abpfiff mit einem Strafstoß an Keeper Christoph Bindbeutel und verpasste die große Chance zum 1:0-Sieg, dann machte er BSA mit seinen beiden Treffern gegen die JSG Witzenhausen/Großalmerode doch noch zum Futsal-Hallenmeister.

„Mit uns muss man immer rechnen. Den Titel hatte ich noch nicht abgeschrieben“, schmunzelte der Held im JSG-Trikot nach vollbrachter Tat. Dabei war die Mannschaft von Trainer Jörg Immig nach dem torlosen Remis gegen den SSV praktisch schon aus dem Rennen. Der Sieger der vorletzten Begegnung zwischen den Witzenhäusern und dem JFV Werra-Meißner Eschwege hätte sich als Kreismeister feiern lassen können, stattdessen glich Marius Wille die Eschweger Führung durch Ben Berg vier Minuten vor Schluss zum 1:1-Endstand aus.

„Wir sind wieder im Geschäft“, strahlte BSA-Trainer Immig vor der Entscheidung, in der sein Team nun einen Sieg mit zwei Toren Unterschied gegen die JSG Witzenhausen/Großalmerode benötigte und diese Vorgabe dank Sebastian Jilg gegen einen sich bis zuletzt mächtig zur Wehr setzenden Rivalen tatsächlich auch schaffte.

Der Sieger war glücklich, die Kicker des SSV Witzenhausen und Trainer Markus Bindbeutel tieftraurig. Ein einziger Treffer fehlte dem SSV nach einer tollen Finalrunde ohne Niederlage zum Triumph. „Wir mussten drei Ausfälle verkraften, haben uns aber sehr gut verkauft und standen ganz dicht vorm großen Ziel“, meinte Bindbeutel nach der Wimpernschlag-Entscheidung. Während sich die Witzenhäuser als Vizemeister mit der Teilnahme an der Regionalmeisterschaft am 7. Februar in Homberg zusammen mit der JSG BSA trösten können, ging der JFV Eschwege Werra-Meißner gänzlich leer aus. Auch der Titelverteidiger kam im Endklassement wie die beiden Erstplazierten auf elf Punkte, musste aber aufgrund der schlechteren Tordifferenz mit Rang drei vorlieb nehmen. „Das war wirklich eine ganz enge Kiste“, sagte Harry Niebeling vom Kreisfußballausschuss bei der Siegerehrung und Auszeichnung der Teams. (eki)

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