Vier schaffen Klassenerhalt

Jugendfußball: Die Bilanz der heimischen Hessenligisten - nur ein Team verpasst Saisonziel

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Durchgesetzt: Louis Fuchs (Mitte) behauptet sich beim 1:0-Sieg der Baunataler C-Junioren gegen die Junglöwen Enes Bucan (links) und Niklas Bolten.

Kassel/Baunatal. Sechster, Achter, Vierter – während sich die Hessenliga-Fußballteams des KSV Hessen Kassel meist zufrieden mit der Saison 2017/18 zeigten, kämpften die U15- und die U17-Mannschaften des KSV Baunatal jeweils um den Liga-Verbleib.

Diesen schafften nur die C-Junioren. Insgesamt fünf Jungs wagen zur neuen Spielzeit den Sprung in ein Nachwuchsleistungszentrum eines namhaften Profi-Klubs.

A-Junioren

KSV Hessen Kassel: Als Sechster eingelaufen, nichts mit dem Abstieg zu tun, stabil während der Saison gepunktet, in der Auswärtstabelle Dritter – ein zufriedenes Fazit zieht Christian Andrecht, Trainer der Junglöwen. Zumal bis auf Kevin Bannenberg (künftig zweite Herren) und Joannis Mitrou in der Rückrunde der jüngere Jahrgang den Stamm bildete. Mitrou (13 Treffer), der vor Serkan Durna (11) und Marcel Fischer (9) am häufigsten traf, hat einen Vertrag bei der ersten Mannschaft unterschrieben. „Joannis hat auf jeden Fall das Potenzial. Fußballerisch hat er enorme Qualität“, sagt Andrecht.

B-Junioren

KSV Hessen Kassel: Die Mannschaft von Claus Schäfer und Aydin Gür wurde Achter. Das Team steigerte sich in der Rückrunde, blieb zuletzt fünfmal in Folge ungeschlagen. „Wir hatten aber nicht die Qualität wie im Vorjahr, um noch mal Platz vier zu erreichen“, sagt Schäfer (neuer Sportlicher Leiter Nachwuchs), der von Karim Alaa (31) beerbt wird.

Dass der KSV lange weit unten festsaß, lag auch daran, dass ein Torjäger fehlte. Die besten Schützen waren Hakim Melzer, Justin Wieczorek (beide 8) sowie Luca Schmeer und Argjend Zulbeari (beide 6). In Nachwuchsleistungszentren wechseln die Torhüter Moritz Schunke (SC Paderborn) und Miguel Telinhos (TSV 1860 München).

KSV Baunatal: Als Schlusslicht (zwei Siege, vier Remis) verabschiedete sich die Mannschaft von Daniel Christl aus der Hessenliga. „Es stimmt. Wir haben viele Spiele knapp verloren“, sagt der Baunataler Trainer, der in den beiden Derbys (1:0, 0:0) ungeschlagen blieb. „Letztlich hatten wir nicht die Qualität, die man braucht, um die Liga zu halten“, sagt Christl. „Zum einen haben wir vor der Saison drei Schlüsselspieler an den KSV Hessen verloren. Zum anderen hatten unsere Stürmer nicht das glücklichste Jahr.“ Die meisten Treffer erzielte Ilias El Hammiri (5 Tore). Ben Fisher (FC Schalke 04) und Silas Hagemann (FC Carl Zeiss Jena) verlassen den Klub in Nachwuchsleistungszentren.

C-Junioren

KSV Hessen Kassel: Saisonziel – ein Platz unter den ersten Fünf – als Vierter erreicht, stabil über die gesamte Saison gepunktet, drittbeste Auswärtsmannschaft, zweitbeste Defensive, drittbeste Offensive und zum Abschluss den Kreispokal gewonnen – die Bilanz der kleinen Löwen kann kaum besser ausfallen.

Alper Demirci holte sich mit 24 Treffern die Torjägerkrone. Bis auf Linus Horey (jüngerer Jahrgang) und Maximilian Agyekum (FSV Mainz 05) gehen alle Spieler in die eigene U 16 beziehungsweise U 17 hoch. „Dass wir so wenige Gegentore kassiert haben, lag nicht nur an der Abwehr. Wir haben viele Bälle durch das Mittelfeldpressing gewonnen. Im Umschalten nach vorn haben sich die Jungs zudem in der Sprintgeschwindigkeit extrem verbessert.“

KSV Baunatal: Gezittert um den Liga-Verbleib haben bis zuletzt die Jungs von Yusuf Barak. Lange auf einem Abstiegsplatz liegend, kämpften sie sich aber aus dem Keller heraus. „Dass wir im Abstiegskampf waren, hat den Jungs in ihrer Entwicklung mehr gebracht, als wenn wir Vierter oder Fünfter geworden wären“, sagt der Trainer.

„Wir hatten viel Druck. Die Jungs haben ihre Leistungen gut abgerufen“, fügt Barak hinzu, der im Winter vier U-14-Spieler hochgezogen hatte. Künftig in der eigenen U 17 spielen Louis Fuchs, Leon Recker und Leon Lanatowitz. Zum KSV Hessen wechseln Luis Knorr, Tom Leinhos und Constantin Jung.

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