Vier Zwillingspaare mischen beim KSV Hessen Kassel und beim KSV Baunatal mit

Sie kicken im Doppelpack

Zwillinge in der Hessenliga: (von links) Lukas Flotho, Valton Kodra, Moritz Flotho, Valdrin Kodra, Moritz Krug, Andre Paar, Kilian Krug und Jan Paar. Sie spielen für den KSV Baunatal und den KSV Hessen Kassel in der C- und B-Jugend. Foto:  Reichelt

Kassel. Mittlere bis große Verwirrung könnte bei den Gegnern der Jugendfußball-Hessenligisten aus der Region Kassel in der neuen Saison entstehen.

Mit Lukas und Moritz Flotho (U15 KSV Hessen), Kilian und Moritz Krug (U15 KSV Baunatal), Andre und Jan Paar (U17 KSV Hessen) sowie Valton und Valdrin Kodra (U17 KSV Baunatal) spielen in vier von fünf Hessenliga-Mannschaften Zwillingspaare mit. Nur bei den A-Junioren ist niemand im Team miteinander verwandt.

Alle acht Brüder spielen jeweils seit den Bambinis in einer Mannschaft. Verwechslungen waren da bei ihren Mitspielern und Trainern natürlich nicht ausgeschlossen. Außer vielleicht bei den Paars aus Reinhardshagen. Ihr Trainer war bisher immer ihr Vater. „Ich habe sie immer gut auseinanderhalten können“, sagt Uwe Paar. Ob das nun Claus Schäfer, ihr neuer Trainer, genauso gut gelingt, bleibt abzuwarten. „Seinen Zwillingsbruder dabei zu haben, hat viele Vorteile“, sagt der 14-jährige Andre. „So gelingt auch jetzt die Eingewöhnung in eine neue Mannschaft leichter.“

Zusammen trainieren

Sein acht Minuten älterer Bruder Jan ergänzt: „Wir können zu Hause zusammen trainieren. Gehen zum Beispiel Joggen oder trainieren im Keller an der Hantelbank.“ Für die Paars genauso wie die drei anderen Zwillingspaare stand von vornherein fest, dass sie nicht in einer anderen Mannschaft als ihr jeweiliger Bruder spielen. „So ist der Aufwand mit der Fahrerei nicht ganz so groß“, sieht es Valdrin Kodra praktisch. Mit den Paars (KSV Hessen) und den Krugs (Baunatal) spielen zwei der vier Zwillingspaare in der neuen Runde in einem neuen Verein.

Bei den 15-jährigen Kodras aus Marsberg ist indes die Verwechslungsgefahr vielleicht am größten. Schließlich sind sie im Gegensatz zu den drei weiteren Brüderpaaren die einzigen eineiigen Zwillinge. „Unsere Trainer haben uns schon hin und wieder verwechselt – besonders als wir noch jünger waren“, erzählt Valdrin. „Manchmal ist Valton eine gute Aktion gelungen, und ich wurde dafür gelobt.“

Bei den beiden Baunataler B-Junioren mischt zudem noch ihr großer Bruder Visar mit. Der 22-Jährige ist zweiter Co-Trainer. Allen acht Brüdern sind trotz vieler Gemeinsamkeiten auch die Unterschiede wichtig. So spielen sie auch auf unterschiedlichen Positionen. „Moritz ist technisch sehr stark“, sagt Kilian Krug (13), bei Baunatal Innenverteidiger, über seinen vier Zentimeter kleineren Bruder. Bei den Harleshäusern Flothos spielt Moritz (14) den etwas defensiveren Part als sein Bruder Lukas.

Defensiv und offensiv

Eine ähnliche Verteilung gibt es bei den Kodras. Der etwas größere Valton verteidigt, sein Bruder Valdrin spielt offensiver. Alle Rollen sind also mannschaftsintern klar verteilt. Bleibt nur noch abzuwarten, ob die Nachfolger der Bender-Zwillinge vielleicht demnächst aus Nordhessen kommen. Vier Zwillingskandidaten stehen auf der Bewerbungsliste.

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