Fußball-Verbandsliga für A- bis C-Junioren: Vereine nach Einführung zufrieden

„Klasse am richtigen Fleck“

Schwerer Stand für Schwalmstadts C-Jugend: Hier ist Nico Flaum (r.) im Duell mit Baunatals David Brähler zu sehen. Foto: Hahn

Kassel. Lange schon war sie im Gespräch, zur Saison 2015/16 wurde sie eingeführt – die Fußball-Verbandsliga für A- bis C-Junioren. Wir fragten nach, welche Erfahrungen die heimischen Vereine mit der neuen Spielklasse machten.

Das bisherige Abschneiden

Der 1. FC Schwalmstadt (A- und C-Jugend) sowie die FSG Gudensberg (B-Jugend) sorgen dafür, dass in allen Klassen Schwalm-Eder-Teams vertreten sind. Am besten sieht’s für Gudensberg als Tabellenfünften aus. „Wir stehen weit über dem, was wir uns vorgenommen hatten“, lobt Trainer Jens Siebert, der vor der Runde acht Neuzugänge zu integrieren hatte.

Drei bis vier Punkte zu wenig haben Schwalmstadts A-Junioren laut Michael Seum auf dem Konto. Dennoch peilt der erfahrene Coach einen Platz zwischen vier und sieben am Ende an. Ganz schwierig wird’s indes für die C-Junioren, die sich nach erst vier Punkten mächtig für den Klassenerhalt strecken müssen.

Das URTEIL DER VEREInE

Durchweg positiv sind die Erfahrungen mit der neuen Klasse. Tenor: Bis auf die B-Junioren des KSV Baunatal (11 Spiele, 11 Siege) gibt’s in keiner Liga eine Übermannschaft. Jeder kann jeden schlagen. „Wir sind in jedem Spiel gefordert, Nachlässigkeiten werden sofort bestraft. Die physische Präsenz muss da sein und das Tempo ist deutlich höher“, erklärt Siebert. Vorteil FSG: Der Trainer coacht auch die A-Jugend, lässt beide Teams zusammen dreimal pro Woche üben. Dadurch ist der Kader ausgeglichen, auch wenn Top-Torjäger Can Rommel (3. Platz mit neun Treffern), der im Sommer eine Probetraining bei Bundesligist SC Paderborn hatte, herausragt.

DIE KRITIK

Aus Kostengründen entschieden die Vereine, mit nur einem Schiedsrichter zu spielen. „Die Spiele fordern den Unparteiischen einiges ab“, sagt Siebert, der ein Verfechter davon ist, künftig - wie angedacht ist - im Gespann zu pfeifen. Michael Seum betont indes, „dass wir nicht einen Punkt durch die Schuld eines Schiedsrichters verloren haben.“

Ganz unterschiedlich ist in beiden Lagern die Zuschauerresonanz. „In der Öffentlichkeit ist die Klasse noch nicht angekommen. Ich würde den Jungs mehr Fans wünschen, zumal noch nicht mal Eintritt verlangt wird“, sagt Seum. Anders in Gudensberg: „In den Heimspielen in Obervorschütz haben wir 100 Zuschauer im Schnitt“, lobt Siebert, der jedoch ein anderes Problem hat: Weite Anfahrtswege. Durchschnittlich 100 bis 150 Kilometer müssen die Gudensberger pro Partie reisen - bei Anstoß sonntags um 11 Uhr. Da ist Schwalmstadt logistisch klar im Vorteil.

DIE PERSPEKTIVE

Aus Schwälmer Sicht sieht Michael Seum die Talente richtig aufgehoben und lobt die Zusammenarbeit mit Seniorentrainer Hans Schweigert sowie die Spieler des jüngeren Jahrgangs, die sich gut entwickelt hätten. „Das ist die richtige Klasse am richtigen Fleck“, findet Seum und hofft, dass auch die B-Junioren den Sprung in die Verbandsliga schaffen. Mit 25 Punkten aus zehn Spielen ist der FCS in der Gruppenliga Zweiter hinter dem verlustpunktfreien TSV Wabern. Fotos: Archiv/nh

Von Sebastian Schmidt

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