Kreisjugendfußballwart Matter: Spielgemeinschaften werden zunehmen

Der Ball soll rollen wie hier bei der Hallenkreismeisterschaft der F-Junioren (Rückrunde) in Battenberg. Spielszene aus JSG Altefeld (hellgrüne Trikots) gegen JSG Burgwald (5:0). Foto:  zhm

Frankenberg. Seit 16 Jahren steht Rudolf Matter an der Spitze des Jugendfußballs im Kreis Frankenberg. Im Interview spricht der 67-jährige Gemündener über die aktuelle Situation, Vergangenes und zukünftige Entwicklungen. Am Freitag, 19. Februar, will er sich als Kreisjugendfußballwart noch einmal zur Wiederwahl stellen.

Wenn Sie mal zehn Jahre zurückblicken: Was hat sich an der Arbeit als Kreisjugendfußballwart geändert?

Matter: Der Verband gibt ja von oben immer wieder Änderungen durch, die unsereiner den Vereinen nahe bringen muss. Wie zum Beispiel die Fairplay-Liga oder zuletzt Futsal.

Haben sich diese Änderungen, die Sie angesprochen haben, bewährt?

Frankenbergs Kreisjugendfußballwart: Rudolf Matter.

Matter: Die Fairplay-Liga ist ein Versuch, die Kinder ohne Zwang von außen wieder zurück zum „Straßenfußball“ zu führen. Eltern und Betreuer sollen weg von der Linie, die Kinder sollen alleine spielen. Es entsteht natürlich häufig das Problem, dass man in dem Fall bei vielen auf Granit beißt. Mir ist es in Gemünden passiert: Da standen Eltern rund um das Feld, und als ich sie bat zurückzutreten, entgegneten sie, dass die Kinder doch angefeuert werden müssten. Das funktioniert aber auch, wenn ich, wie vom Verband gewünscht, etwa 15 Meter weit entfernt stehe. Es fielen Beleidigungen, die teilweise unter der Gürtellinie lagen.

Wie sehen Sie den Kreis Frankenberg im Jugendfußball aufgestellt?

Matter: Im Moment noch ausgeglichen. Das große Problem sind die Spielgemeinschaften, die entstehen. Bei der A-Jugend spielen wir mit Marburg zusammen in der Kreisliga, von sieben Vereinen sind noch fünf übrig. Bei der B-Jugend sind es acht, aber auch nur, weil zwei aus Marburg dabei sind. Je jünger die Jahrgänge werden, desto besser wird die Lage. Aber es bricht im Bereich der C- und D-Jugend viel weg.

Wird sich der Jugendfußball in Zukunft immer mehr auf Zentren konzentrieren?

Matter: Davon gehe ich aus. Ich war überrascht, dass dieses Jahr 94 Mannschaften zum Spielbetrieb gemeldet wurden. Mittlerweile sind es 85, weil viele zurückgezogen haben. Die Bildung von Jugendspielgemeinschaften wird zunehmen. (tsp/had)

Das komplette Interview lesen Sie in der Montagausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

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