Leon Bachmann erhielt bei den Königsblauen Dreijahresvertrag

Vom KSV Baunatal zu Schalke 04: Leon für drei Jahre verpflichtet

Auf den Spuren von Sané: Leon Bachmann wechselt von den B-Junioren des KSV Baunatal ins Nachwuchs-Internat von Fußballl-Bundesligist Schalke 04. Foto: wba/nh

Edermünde. Am 25. Juli ist es soweit. Dann beginnt für Leon Bachmann das Abenteuer Schalke 04. Vor rund vier Monaten verpflichtete der Fußball-Bundesligist den 15-jährigen Abwehrspieler des KSV Baunatal für drei Jahre.

Nun steht der Umzug ins dortige Nachwuchs-Internat an, wo Ex-Profi Frank Fahrenhorst sein Trainer sein wird.

Auf sich aufmerksam machte der Innenverteidiger nicht zuletzt in Hessen- und Regionalauswahl. In dieser Saison lief er für die Baunataler B-Junioren auf, obwohl er altersmäßig zu den C-Junioren gehörte. Und trug viel zu Meisterschaft und Aufstieg bei.

Nun geht der ambitionierte Bachmann den nächsten Schritt, was für seinen bisherigen Trainer nur logisch scheint. „Leon war immer ein Leistungsträger und Führungsspieler. Er spielt schnörkellos und geradlinig und zeichnet sich durch große Selbstdisziplin aus“, charakterisiert Jens Helmerich den Abwehrspieler. Was ihm fehlt? „Er müsste noch mehr Verantwortung übernehmen.“

Zu seinen Stärken zählt Bachmann, der neben Helmerich auch seinem früheren Trainer Kenan Toksoy viel verdankt, „gutes Zweikampfverhalten, Schnelligkeit und Spielübersicht“. Noch nie sah er Rot oder Gelb-Rot.

Besagte Geradlinigkeit zeichnet Bachmann, der noch im Edermünder Ortsteil Besse wohnt, auch im Privaten aus. Entsprechend wenig Sorgen macht er sich angesichts der bevorstehenden Veränderungen. Im Mittelpunkt steht das sportliche Weiterkommen. „Viele Gedanken habe ich mir nicht gemacht und gehe mit einem guten Gefühl. Durch Schule und Fußball hatte ich auch bisher schon wenig Zeit, mich mit Freunden zu treffen“, erklärt er.

Immerhin wechselt Bachmann zu seinem Lieblingsklub. Worauf seine Entscheidung zugunsten der Königsblauen aber ebenso wenig gründet wie die relative räumlich Nähe zur Heimat. „Ich fühlte mich dort am besten aufgenommen und aufgehoben. Es war ein Bauchgefühl“, sagt er. Weitere ernsthafte Interessenten waren unter anderem der FC Ingolstadt und der 1. FC Nürnberg. Sein Lieblingsspieler auf Schalke ist Leroy Sané, dessen Trikot samt Autogramm er besitzt.

Jens Helmerich traut Bachmann eine Menge zu. „Normal ist Erfolg kaum planbar. Bei ihm anscheinend schon. Er ist zielstrebig und weiß, was er will“, sagt der Trainer. Ob der 15-Jährige zumindest mit ein wenig Stolz ins Revier zieht? Mehr als ein spärliches „Na ja“ lässt sich Leon Bachmann nicht entlocken.

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