Fußball-Verbandsliga für A- bis C-Junioren: Vereine nach Einführung zufrieden

Neue Klasse findet Anklang

Serkan

Kassel. Lange schon war sie im Gespräch, zur Saison 2015/16 wurde sie eingeführt – die Fußball-Verbandsliga für A- bis C-Junioren. Wir fragten nach, welche Erfahrungen die Sportkreisklubs mit der neuen Spielklasse machten.

Die heimischen Starter

In allen drei Altersstufen sind der KSV Baunatal und der VfL Kassel vertreten. Zwei Mannschaften, nämlich A- und B-Junioren, bringt der OSC Vellmar an den Start. Der JFV Söhre mischt mit seiner C-Jugend in der zweithöchsten hessischen Spielklasse mit.

Das bisherige Abschneiden

Die Bilanzen fallen unterschiedlich aus. So führen die B-Junioren des KSV Baunatal die Liga souverän an. Die A-Junioren sind Vierter, die C-Junioren kämpfen gegen den Abstieg. Der scheint in dieser Altersstufe für den JFV Söhre unabwendbar. Im Mittelfeld sowie in der unteren Tabellenhälfte sind die Teams des VfL Kassel positioniert. Eine gute Rolle spielt der OSC Vellmar. Seine A-Junioren sind Achter, die B-Junioren Dritter. DAS URTEIL DER VEREINE

Das Urteil über die neue Spielklasse fällt positiv aus. „Gerade für einen Verein wie uns ist sie genau richtig. Die Hessenliga wäre zu hoch, die Gruppenliga bietet zu wenig Anforderung. Hier hingegen sind die Jungs an jedem Spieltag gefordert“, sagt Matthias Müller, beim VfL als Trainer der A-Junioren und Sportlicher Leiter der A- bis D-Junioren tätig. Ähnlich äußert sich Dieter Ditzel, Jugendleiter des OSC Vellmar: „Die Verbandsliga ist eine tolle Sache. Wir können hochklassig spielen, ohne bis nach Griesheim fahren zu müssen. Das hilft uns, die Spieler länger bei uns zu halten, auch wenn wir nicht in der Hessenliga sind.“

Angetan ist auch Serkan Icier. „Die Verbandsliga ist als Plattform zwischen Gruppen- und Hessenliga eine geniale Idee. Viele Spieler haben sich erheblich gesteigert und lernen dazu leistungsorientiertes Denken“, erklärt der Trainer des JFV Söhre und nennt einen weiteren Aspekt: „Auch ich selbst als Trainer sammle mehr Erfahrungen als in der Gruppenliga.“

Ebenfalls positiv bewertet German Jäschke die Verbandsliga. „Sie erleichtert den Übergang zwischen den Jahrgängen. Zwischen Hessen- und Gruppenliga wäre der Sprung zu groß“, betont der Nachwuchskoordinator des KSV Baunatal. Zufrieden ist Jäschke mit dem Wegfall der Hessenliga-Aufstiegsspiele: „Wer Meister wird, steigt auf.“

DIE Kritik

Aus Kostengründen entschieden die Vereine, mit nur einem Schiedsrichter zu spielen. „Vielleicht sollten doch lieber, zumindest bei den A-Junioren, komplette Gespanne zum Einsatz kommen. Dann würde es vielleicht nicht vorkommen, dass wir nach Waldgirmes fahren und wegen eines Abseitstores verlieren“, merkt Matthias Müller an.

Von Wolfgang Bauscher

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