Beim KSV Hessen bleibt Jörg Müller

A-Junioren: Beim KSV Baunatal ersetzt Hayri Karahan Dirk Bindbeutel

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Nahm seinen Hut: Dirk Bindbeutel erachtete die Trainingsbedingungen bei der Baunataler U 19 als unzureichend und zog die Konsequenzen.

Kassel/Baunatal. Schwarzes Wochenende für die heimischen A-Junioren in der Fußball-Hessenliga. Während der KSV Hessen Kassel beim JFV Fulda mit 0:8 (0:5) unterging, erwischte es den KSV Baunatal beim 1:2 (0:0) zu Hause gegen den FSV Frankfurt weniger schlimm.

Zuvor war Dirk Bindbeutel, Trainer der VW-Städter, zurückgetreten (siehe Hintergrund). Sein Nachfolger Hayri Karahan trainierte früher die Baunataler C-Junioren und übernimmt nach der Winterpause. Bindbeutel begründete seinen Rücktritt mit den nach seiner Ansicht schlechten Trainingsbedingungen. „Ich konnte gruppen- und mannschaftstaktisch fast nichts einstudieren, die Jungs nicht bei Laune halten. Für die Hessenliga braucht man drei feste Trainingszeiten.“ Das werde sich ändern, sagt Jugendleiter German Jaeschke: „Wir werden alles tun, um die Bedingungen zu verbessern. Wir wollen die Klasse unbedingt halten.“

BAUNATAL DICHT DRAN

Zurück an alter Wirkungsstätte: Hayri Karahan.

Wieder klappte es nicht mit dem zweiten Saisonsieg für die Baunataler U 19. Die VW-Städter zogen sich, betreut von Willi Nebe, gegen den FSV Frankfurt achtbar aus der Affäre, gerieten aber 0:2 in Rückstand (52., 68.). Der späte Treffer von Eduardo Gutierrez (90.) war zu wenig. In der achtminütigen Nachspielzeit hatte Kapitän Melih Bingül den Ausgleich auf dem Fuß, aber sein abgefälschter Schuss strich vorbei. Beim Stand von 0:0 hatte er nur die Latte getroffen. Jan Everding verschoss einen Foulelfmeter (72.).

Baunatal: Grosemans – Kartop (84. Tyroll), Everding, Ghafari, Spangenberg – Damm, Bingül – Topsakal, Demirbas, Aytemür – Eryilmaz (46. Gutierrez).

Junglöwen im Abwärtssog

Irritationen gab es um Jörg Müller beim KSV Hessen. Kenner der Szene glaubten zu wissen, dass auch der Trainer der Junglöwen nach der vierten Niederlage in Folge zurückgetreten sei. Dies dementierte Müller am Montagnachmittag entschieden. Durch die Klatsche in Fulda rutschte der KSV auf einen Abstiegsplatz und hat nun als Drittletzter sogar zwei Punkte weniger als die Osthessen.

Entsprechend bedient zeigte sich der KSV-Trainer, der vor allem mit der Einstellung seiner Jungs nicht zufrieden ist. „Vier Tore haben wir kassiert, weil die Spieler in Nockenschuhen weggerutscht sind. Und das, obwohl wir seit Dienstag darauf hingewiesen hatten, dass wir auf Rasen spielen. Unbegreiflich.“ Und weiter: „Keiner hat kapiert, dass wir uns im Abstiegskampf befinden.“

Fulda habe sein Team nicht auseinandergenommen, jeder Schuss sei ein Treffer gewesen. „Wenn mit dem eingewechselten Steven Rakk ein U-17-Spieler auf einer ihm ungewohnten Position der beste Mann ist, sagt das alles.“ (srx)

KSV Hessen: Heppding – Depperschmidt (46. Richter), Blahout, Eckermann, Winter (55. Rakk) – Demus, Nickel – Leinhos, Üstün (53. Uffelmann), Pfliegner (46. Lensch) – Szczygiel. (srx) Archivfoto: privat/nh

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