Mit sechs Teams im Ligabetrieb

Jugendarbeit des CSC 03 Kassel im Aufschwung 

Erst am Boden, jetzt im Aufschwung: Die Jugendarbeit des CSC 03 Kassel. 

Kassel. Lange lag die Fußball-Jugendarbeit beim CSC 03 Kassel am Boden. Heute sieht das anders aus: Der Klub schaffte den Umschwung.

Die Notlösung – eine Spielgemeinschaft mit der TSG Sandershausen – brachte damals nicht den erhofften Erfolg und zerbrach im Sommer 2016. Eher zufällig blieben 15 Kinder übrig. Mittlerweile aber tragen rund 80 Kinder das Trikot der Rothosen.

Ebenfalls im Sommer 2016 hatte sich der früher beim SV Nordshausen engagierte Klaus Siebott den 03ern angeschlossen. Zunächst wirkte er als stellvertretender Jugendleiter, dann als Jugendleiter. Doch mit dem Wirken war es nicht weit her.

Klaus Siebott

„Was macht ein Jugendleiter, wenn keine Kinder und Jugendlichen da sind?“, fragte er sich. Siebott nahm die Herausforderung, die Jugendarbeit des CSC 03 neu zu beleben, an. „Unser Standort mit der Jahnkampfbahn liegt ja mitten in der Stadt. Wir sitzen somit an der Quelle“, sagt er. Über die Jugendseite der Vereinshomepage warb der Klub für sich, und bald kamen die ersten neuen Kinder. Über die Schulen sowie vom Hörensagen verstärkte sich der Zulauf.

„Manchmal wussten wir gar nicht, wohin mit ihnen. Es kamen sogar Drei- bis Vierjährige. Aber wir sind doch keine Krabbelgruppe“, sagt Siebott. Im Spätsommer 2017 waren es rund 40 Kinder, vor Weihnachten bereits etwa 80.

Siebott kümmerte sich um den gestiegenen organisatorischen Aufwand. „Wir brauchten ja nicht nur Kinder, sondern auch Trainer, Trikots und Bälle.“ Mit Daniel Lauer und Nazmi Isik fanden sich die ersten Übungsleiter. „Inzwischen haben wir sechs Trainer, die aus dem eigenen Spielbetrieb herauskamen“, sagt Siebott. Bald will er sie zur Fortbildung auf Lehrgänge schicken. Auch die Anschaffung eines Neunsitzer-Busses wurde gestemmt.

Das nächste Etappenziel schafften die 03er im Sommer. „Die F-Jugend war unser erstes Team, das in den Ligabetrieb einstieg“, betont Siebott. Es folgten eine C 7 und eine D 7, zwei E-Jugendteams und eine weitere F-Jugend.

Erschwerend für den Jugendleiter und seine Mitarbeiter wirken sich die verschiedenen kulturellen Hintergründe der Kinder aus. „Sie kommen aus vielen Ländern. Da sind die Unterschiede groß, und wir müssen uns irgendwie darauf einstellen“, so Siebott.

Wie etwa bei der Weihnachtsfeier, die nicht Weihnachtsfeier genannt wurde. „Eben wegen der kulturellen Vielfalt“, erläutert Siebott. So oder so platzte das Klubhaus aus allen Nähten. „Und auch unsere alten 03er sind froh, dass dort wieder so viel Leben einzog“, berichtet der Jugendleiter weiter.

Weil sich der Aufschwung fortzusetzen scheint, blickt Siebott zuversichtlich nach vorn: „Nächstes Nahziel ist es, im Sommer wieder eine große C-Jugend, also mit elf Spielern, zu melden“, sagt Siebott und lässt auch das Fernziel nicht außer Acht: „Mein Traum ist es, in fünf Jahren wieder eine A-Jugend melden.“

Von Wolfgang Bauscher

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