HFV kam zur Prüfung der C-Lizenz-Trainer – Lob für Gudensberg und Altmorschen

Neuentaler Trainer sorgen für Rekord

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Vereint beim C-Lizenz-Lehrgang: (hinten von l.) Hartmut Drescher, Klaus Lapczyna (beides Prüfer), Dennis Meyer, Lars Kessler, Martin Ziegler, Jürgen Böth (alle Neuental), Christoph Liebich, Martin Wagner (beide HFV) und (vorne von l.) Mario Strüning, Hendrik Happel, Tobias Freimuth, Philipp Lohr und Carsten Stuhlmann (alle Neuental). Auf dem Bild fehlen Philipp Ziegler und Holger Michel. 

Gilsatal. So etwas hat es im Schwalm-Eder-Kreis noch nicht gegeben: Gleich zehn neue Trainer eines Vereins bestanden gleichzeitig einen Lehrgang zum Erwerb der C-Lizenz.

„Das ist ein Rekord für die Region“, bestätigt Sebastian Zink, Referent für Qualifizierung und Vereinsentwicklung beim Hessischen Fußball-Verband (HFV).

Das Besondere an der Aktion der JSG Neuental/Jesberg/Bad Zwesten/Urfftal: Die Kellerwälder mussten nicht nach Grünberg reisen, sondern wurden beim TSV Gilsatal durch HFV-Mitarbeiter geprüft. „Wir wünschen uns mehr Lehrgänge bei den Vereinen vor Ort. Hier hinkt Nordhessen hinter Süd- und Mittelhessen hinterher“, betont Zink. Damit dürfen die neuen Lizenztrainer bis zur Kreisoberliga tätig sein. 120 Lehreinheiten über jeweils 45 Minuten und eine Prüfung haben sie erfolgreich hinter sich.

Die JSG Neuental ist also ein Vorreiter und folgt einem Konzept: Die 15 Nachwuchsteams mit 180 Kindern und Jugendlichen sollen durch qualifizierte Trainer optimal ausgebildet und damit wieder an die frühere gute Jugendförderung angeknüpft werden. Mit ehemaligen Spielern der SG Gilsa/Jesberg, die nun potenzielle Nachfolger auf den Weg bringen können. „Wie andere Vereine haben auch wir seit Jahren ein Nachwuchsproblem. Nur wenige Einheimische waren zuletzt in der Gruppenliga-Elf zu finden“, sagt JSG-Jugendleiter Martin Ziegler.

Das führte dazu, dass der Abstieg in die Kreisoberliga freiwillig in Kauf genommen wurde. Für Ziegler kein Dauerzustand: „Langfristig wollen wir mit gut ausgebildeten Jugendspielern zurück in die Gruppenliga. Dafür haben wir den ersten Schritt getan.“ Und der nächste soll folgen: Acht von 20 Jugendtrainern haben (noch) keine Lizenz und sollen zumindest den Basiskurs absolvieren. Vier davon haben sich bereits zum nächsten C-Trainerlehrgang angemeldet.

Laut Fink haben im Kreis neben Neuental auch Altmorschen und Gudensberg überdurchschnittlich viele ausgebildete Trainer. Gudensberg vertraut laut Jens Siebert über sieben lizenzierte Trainer (einmal B-Elite, zweimal B- und viermal C-Lizenz). 200 Kinder spielen bei der FSG in 14 Teams. Bei Altmorschen sind es deren 120 verteilt auf acht Mannschaften. Neben Arnt Maaßen, der lizenzierter DFB-Vereinsjugendmanager und auch Trainer ist, stellt der TSV vier Lizenzinhaber.

Mit 17 gemeldeten Teams und 250 Kindern von G- bis A-Jugend ist Schwalmstadt führend im hiesigen Jugendfußball. Jedoch mit einem Makel: Lediglich drei der 25 Übungsleiter für den Nachwuchsbereich haben eine Lizenz. FCS-Jugendleiter Bernd Rausch hat das Problem erkannt: „Wir wollen in diesem Jahr eine Trainerfortbildung anbieten. Dazu haben sich schon einige Trainer angemeldet.“ An der benachbarten JSG aus dem Kellerwald können sie sich nun ein Beispiel nehmen.

Kontakt zum HFV

Sebastian Fink, Referent für Qualifizierung und Vereinsentwicklung, Tel: 069 / 67 72 82 555, Fax: 069 / 67 72 82 238, E-Mail: Sebastian.Fink@hfv-online.de

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