B-Junioren-Hessenliga: Junglöwen verlieren 1:2 gegen Spitzenreiter FSV Frankfurt

KSV verpasst Überraschung

Kampf um den Ball: Kassels Kapitän und Torschütze zum zwischenzeitlichen 1:1 Julian Berninger-Bosshammer wird von zwei Frankfurtern bedrängt. Foto: Schachtschneider

Kassel. Zumindest ein Punkt wäre drin gewesen: Die B-Junioren des KSV Hessen Kassel verloren gegen Hessenliga-Spitzenreiter FSV Frankfurt unglücklich mit 1:2 (0:1) und belohnten sich nicht für einen engagierten Auftritt.

Torchancen waren auf beiden Seiten zunächst Mangelware. Im 5-4-1-System verteidigte die Mannschaft von Trainer Claus Schäfer sehr diszipliniert – es gab kein Durchkommen für die Torfabrik der Liga. Symptomatisch, dass die Führung für die Gäste aus einer Standardsituation resultierte. Aus gut 30 Metern zirkelte FSV-Kapitän Emir Sejdovic einen Freistoß ins Kasseler Tor (35.). KSV-Schlussmann Jonas Labonte, der kurz zuvor den Rückstand mit einer starken Reaktion verhinderte, machte bei dem Gegentreffer keine glückliche Figur.

In der Vorwärtsbewegung fehlte dem Löwennachwuchs in Halbzeit eins die Durchschlagskraft. Das änderte sich nach der Pause – der KSV kam druckvoll aus der Kabine. Julian Berninger-Bosshammer verwandelte in der 53. Minute einen Handelfmeter, der verdiente Ausgleich. Die Gastgeber agierten im Anschluss mutiger, der Tabellenführer wackelte. Maurice Göbel vergab keine fünf Minuten nach dem Ausgleich die Riesenchance zur Führung. Nach einem öffnenden Pass in die Spitze war der KSV-Stürmer frei durch. Im Duell mit FSV-Torwart Niklas Schwaar zog er dann aber den Kürzeren. Ärgerlich. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Begünstigt durch schlafmütziges Abwehrverhalten der Junglöwen gelang den Gästen dann aber die erneute Führung. Nach einem lang geschlagenen Ball fehlte die Zuordnung – Frankfurts Stürmer Filip Pandza präsentierte sich kaltschnäuzig (68.).

„Schade, dass wir uns nicht belohnt haben. Wir haben uns sehr gut verkauft“, sagte KSV-Trainer Schäfer. Der FSV Frankfurt machte mit dem Erfolg den nächsten Schritt in Richtung Meisterschaft und Aufstieg. „Mit viel Willensstärke haben wir am Ende verdient gewonnen“, äußerte sich FSV-Coach Angelo Moro. Zum erst kürzlich gestellten Insolvenzantrag des Vereins gab er nur bedingt Auskunft: „Da findet viel hinter verschlossenen Türen statt. Fakt ist: Wenn wir den Aufstieg realisieren sollten, dann spielen wir kommende Saison auch in der Bundesliga.“ Kassel: Labonte - Müller, Urban, Wendel, Hamidi, Koch - Berninger-Bosshammer, Twardon, Albayrak (41. Trümner), Huseini (63. Bosse) - Göbel (75. Wolff) Frankfurt: Schwaar - Tiago (41. Gashi), Schulze Solano, Citaku, Desch - Sejdovic, Vinojcic (56. Bazolli) - Zorn (56. Koszorus), Müller (68. Ehrmann), Williams - Pandza SR: Metzger (Wolfhagen) - Z:75 Tore: 0:1 Sejdovic (35.), 1:1 Berninger-Bosshammer (53.), 1:2 Pandza (68.)

Von Raphael Wieloch

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