Die Fußball-Talente Can Rommel und Tom Stieghorst eint in Gudensberg ein großes Ziel

Rommel und Stieghorst: „Wir bleiben bei der FSG“

Der eine schießt die Tore, der andere verhindert sie: Die Gudensberger A-Jugendlichen Can Rommel (links) und Torwart Tom Stieghorst wollen in der Verbandsliga eine gute Rolle spielen. Foto: Schneider

Gudensberg. Sie sind die zwei vielleicht größten Talente, die je für die FSG Gudensberg spielten: Torwart Tom Stieghorst und Stürmer Can Rommel. Die beiden 17-Jährigen sorgten vergangene Saison in der B-Jugend für Furore. Stieghorst mit Glanzleistungen im Tor, Rommel mit 17 Treffern. Jetzt wollen sie mit der FSG als A-Jugendliche in der Verbandsliga den Klassenverbleib schaffen. Wobei Stürmer Rommel die Ziele noch ein wenig offensiver formuliert. „Ich will oben mitspielen und jedes Spiel gewinnen“, sagt der ehrgeizige Torjäger. Schlussmann Stieghorst verhält sich da defensiver: „Im ersten A-Jugend-Jahr wird es nicht einfach. Der Klassenverbleib muss aber drin sein.“

Einig sind sich die beiden bei einem anderen Saisonziel: Unbedingt muss ein Sieg gegen Liga-Kontrahent Baunatal her. Das ist den beiden Talenten in ihrer Karriere noch nie gelungen. Dafür gab es neben einem Angebot vom KSV Hessen Kassel eine Anfrage von den VW-Städtern. „Wir bleiben in Gudensberg“, verspricht Stieghorst, der auch schon für Vellmar spielte. Can Rommel hätte fast schon den Sprung ins Vorfeld des Profifußballs geschafft.

„Ich will, dass meine Mutter mir vor dem Fernseher zujubelt, wenn ich Fußball spiele.“

Can Rommel, 17 Jahre

Zweimal war der Azubi (Fachkraft Lagerlogistik) zum Probetraining beim SC Paderborn. „Es gab aber keinen Internatsplatz mehr“, sagt Rommel, der weiterhin seinen Traum, dem Profifußball hinterher jagt. Sein großes Vorbild: Cristiano Ronaldo. „Ich weiß alles über ihn“, erklärt der 17-Jährige, der sich bei seinen Freistößen noch verbessern will. In der B-Jugend war Rommel der entscheidende Mann in der Offensive, nicht nur wegen seiner 17 Saisontore. „Ich wüsste adhoc kein Tor, an dem Can nicht in irgendeiner Form beteiligt war“, sagt Stieghorst.

Rainer Jäger entdeckte den Torjäger in Dillich, sein aktueller Trainer Jens Siebert zählt zu seinen größten Förderern. Sein persönliches Ziel für die nächste Saison: 20 Tore. „Ich spiele noch zu oft ab, wenn mein Name dauernd gerufen wird. Dann habe ich meine Ruhe“, sagt Rommel und lacht.

Torwart Stieghorst wird in der A-Jugend deutlich mehr zu tun bekommen - und freut sich drauf. „Ich liebe solche Spiele, wenn vor meinem Tor viel Betrieb ist“, sagt der angehende Abiturient (Leistungsfächer Sport und Biologie). Interessant: Womöglich schießt der mitspielende Schlussmann in der nächsten Serie die Elfmeter. „Er ist darin der beste“, sagt sogar Stürmer Rommel. An seinem Problem der Körpergröße von 1,82 Meter, wird Stieghorst mit vermehrtem Sprungkraft-Training arbeiten. „Yann Sommer hat es mit 1,82 Meter auch ins Gladbacher Tor geschafft“, sagt Stieghorst, der es zumindest in die Hessenliga schaffen will.

Nur auf einer Position gibt es für den Klasse-Schlussmann noch Steigerungspotenzial: In seinem Amt als Kassenwart. „Bei mir hat letzte Serie nur einer eingezahlt. Das kann so nicht weitergehen“, sagt der Schüler.

Von Daniel Schneider

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