Beim SV Höckelheim boomt der Jugendfußball seit Jahren – Aus 15 wurden 80 Kicker

Eine Erfolgsgeschichte

Volles Haus: Auf dem Sportplatz in Höckelheim ist immer was los. Foto: zhp

Höckelheim. Der Jugendfußball beim SV Höckelheim hat sich in den vergangenen sieben Jahren zu einem echten Erfolgsmodell entwickelt. 2007 kickten gerade mal gut 15 Kinder in dem Sportverein, heute sind es rund 80, die von der G- bis zur C-Jugend spielen. Der Zulauf ist so groß, dass zwischenzeitlich sogar über einen Aufnahmestopp nachgedacht wurde.

Das dahinter stehende Konzept für diese im Landkreis wohl ziemlich einmalige Erfolgsgeschichte ist auf den ersten Blick simpel: Begeisterung für den Fußball und Freude am Breitensport gepaart mit sozialer Kompetenz. Doch bis sich die ersten Ergebnisse einstellten, war es ein langer Weg, der heute im wesentlichen auf neun Schultern ruht, mitunter in Doppelfunktion.

An vorderster Stelle stehen Jugendwart Ulrich Hillemann, der 2. Vorsitzende Lars Johanning, Fußballobmann Helge Binnewies sowie die Trainer Lars Henning, Andreas Hentschel, Dieter Seefeld, Heinz Werner Schultz, Burkhard Rien und Tobias Dunemann. Sie kümmern sich um das Training, die Punktspiele und Aktionen außerhalb des Spielfeldes.

Dass Fußball an erster Stelle rangiert, versteht sich von selbst. Allerdings steht nicht der Leistungsgedanke im Vordergrund. „Jeder findet seinen Platz bei uns“, sagt Ulrich Hillemann. Und natürlich spielen auch Jungen aus Hillerse in Höckelheim, obwohl zwischen beiden Orten eine seit Jahrzehnten „gepflegte“ Rivalität herrscht.

Die Begeisterung für das Spiel und die Gemeinschaft bilden die Klammer, die alles zusammenhält. Dabei legen Trainer und Betreuer Wert darauf, dass bei allen die Schule nicht zu kurz kommt. „Wir nehmen Rücksicht, wenn die Jungs dort viel zu tun haben.“

Ein weiterer ganz wichtiger Punkt: „Wir achten auf die soziale Kompetenz.“ Dazu gehört, dass die Spieler miteinander einen guten Umgang pflegen. „Wir dulden keine Hänseleien.“

Die Achtsamkeit geht soweit, dass auch der Kontakt zur Schule gesucht wird. So pflegt der Verein gute Beziehungen zur Regenbogen-Grundschule im knapp 1000 Einwohner zählenden Dorf.

Zum sozialen Vorbild gehört auch, dass sich die Eltern bei Punktspielen vernünftig verhalten, was längst nicht überall der Fall ist. „Emotionen ja, aber ohne Beleidigungen“, sagt Hillemann. „Wir haben unsere Eltern im Griff.“ WEITERER ARTIKEL UNTEN

Von Hans-Peter Niesen

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