Sparkasse&VGH-Cup: JSG Auetal-Altes Amt steht vor der zweiten Teilnahme

Einst Spieler, jetzt Trainer

Das Team des Kreisligisten JSG Auetal-Altes Amt für den Sparkasse&VGH-Cup 2018. (Obere Reihe v. links): Nico Teschner (Kapitän), Anton Pichowiak, Marek Oppermann und Malte Behrens. (Mitte) Kay Kampen (Trainer), Maik Ude, Moritz Mollowitz, Patrick Redeker, Julius Diesner, Frederik Sammler, Jannik Sengstack und Stefan Oppermann (Trainer). (Unten) Oliver Meier, Nicklas Opitz, Pascal Müller, Chris Dreier und Tim Stöckemann. Es fehlen: Adrian Zwickert, Brian Wüstefeld und Marvin Diedrich. Foto: nh

Göttingen. Ein Déjà-vu-Erlebnis der besonderen Art erwartet Kay Kampen ab dem 4. Januar. Denn dann startet die JSG Auetal-Altes Amt beim Sparkasse&VGH-Cup (4. bis 7. Januar 2018) in der Göttinger Lokhalle. Für den Northeimer Kreisligisten ist es in 29 Jahren Cup-Historie erst die zweite Teilnahme am bedeutendsten deutschen U 19-Hallenturnier für Fußball-Junioren. Und Kampen ist der Einzige im JSG-Team, der damals schon dabei war. 2011 noch als Spieler, in knapp drei Wochen als Trainer und Jugendabteilungsleiter.

„Na klar freuen wir uns alle auf das Turnier“, sagt Kampen, der das Team gemeinsam mit Stefan Oppermann trainiert. Das Duo präpariert seine Akteure mit dreimal Training pro Woche für die großen Auftritte in der Lokhalle. Einmal geht es zum Training in die Halle nach Willershausen, zweimal wird jeweils auf dem Minispielfeld mit Kunstrasen in Sebexen geübt. Und das mit einem erstaunlichen Effekt, den der 25-Jährige bislang von seinen Akteuren noch gar nicht kannte. „Fast alle Spieler sind beim Training, die Beteiligung geht an die 100 Prozent – Wahnsinn!“

Vermutlich sind die Kicker des aktuellen Tabellenzweiten der Kreisliga deshalb so heiß auf das Turnier, weil sich ihnen eine einmalige Chance bietet. Denn die Losfee hat es Mitte November gut mit ihnen gemeint. Mit den Bezirksligisten JSG Uslar-Solling und dem JFV Eichsfeld sowie dem Kreisligisten JFV West Göttingen, warten als regionale Konkurrenten keine unschlagbaren Konkurrenten im Rennen um den vierten Tabellenplatz, der zur Teilnahme an der Zwischenrunde berechtigt. Doch die Teilnahme am Finaltag fest einzuplanen, so Kampen, wäre vermessen. „Von uns erwarten alle, dass wir Letzter werden. Wir wollen aber den einen oder anderen ärgern und überraschen. Mal sehen, vielleicht reicht es mit viel Glück tatsächlich für die Zwischenrunde.“

Gleich gegen Braunschweig

100 Fans werden ihr Team begleiten zum Cup, den Kapitän Nico Teschner wegen einer Knieverletzung verpassen wird. Für Furore müssen andere sorgen. Zum Beispiel der quirlige Nicklas Opitz, Antreiber und Wortführer Marek Oppermann sowie Verteidiger Marvin Diedrich. Ganz viel Arbeit wird aber Torhüter Pascal Müller erwarten. Genau wie seine Teamkollegen so gilt es auch für Müller, gleich am ersten Turniertag hellwach zu sein. Denn schon im dritten Spiel des Tages startet die JSG gegen den Pokalsieger Eintracht Braunschweig in die 29. Auflage des Cups.

Und spätestens dann kommen auch bei Kay Kampen wieder die Erinnerungen hoch. 2011 war der heutige Trainer mit dem FC Auetal dabei. Den bleibendsten Eindruck hinterließ eine Szene aus dem 0:6 gegen den FC Fulham, der kurioserweise auch 2018 als Gruppengegner wartet. Denn nach einer rüden Attacke eines Engländers gab es Szenenapplaus für den Auetal-Keeper. Sechs Gegentore wird der aktuelle JSG-Torhüter gegen Fulham übrigens nicht kassieren, da ist sich Kampen sicher. Über das Leistungsniveau von Fulham in der Halle könne er zwar nichts sagen, über seinen aktuellen Torhüter dagegen schon. „Pascal Müller ist als Torwart besser, als ich es damals war.“

Von Ralf Walle

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