Eintracht Northeim: Die Experten für Sensationen

Ein Landesligist beim Sparkasse&VGH-Cup in der Göttinger Lokhalle: Eintracht Northeim. Foto: nh

Göttingen. Der Sparkasse&VGH-Cup muss sich über einen zu geringen Zuschauerzuspruch keine Gedanken machen. Auch die 28. Auflage (5. bis 8. Januar 2017) war innerhalb weniger Minuten ausverkauft.

Auch deswegen, weil sich die Besucher auf das ewig junge Fußball-Duell zwischen David und Goliath freuen. Denn wenn die internationalen Klubs oder die großen Bundesligisten mit den klangvollen Namen gegen die regionalen Vereine patzen, dann brodelt die Göttinger Lokhalle.

Göttingen. Der Sparkasse&VGH-Cup muss sich über einen zu geringen Zuschauerzuspruch keine Gedanken machen. Auch die 28. Auflage (5. bis 8. Januar 2017) war innerhalb weniger Minuten ausverkauft. Auch deswegen, weil sich die Besucher auf das ewig junge Fußball-Duell zwischen David und Goliath freuen. Denn wenn die internationalen Klubs oder die großen Bundesligisten mit den klangvollen Namen gegen die regionalen Vereine patzen, dann brodelt die Göttinger Lokhalle.

Sieg über Dortmund

Ein wahrer Experte in Sachen Überraschungen ist Eintracht Northeim. Der Nachwuchs des aktuellen Oberliga-Zweiten, der in den vergangenen Jahren als JFV Northeim beim bedeutendsten A-Juniorenturnier Deutschlands antrat, brachte schon einige Favoriten zu Fall. Dem dreifachen Seriensieger Austria Wien knöpften die Northeimer ein 4:4 ab, Borussia Dortmund kassierte sogar eine 0:1-Pleite. „Ich erinnere mich daran, dass wir auch Celtic Glasgow geschlagen haben und auch dem Hamburger SV ein Unentschieden abgerungen haben“, sagt Northeims Trainer Philipp Weißenborn, der gleichzeitig auch Sportlicher Leiter beim Oberligisten ist.

Mit der Gruppenauslosung Anfang November waren die Northeimer zufrieden. Schwierige Vorrundengruppen müssen sie sowieso nicht fürchten. „Wir haben in den letzten fünf Jahren immer die Vorrunde überstanden. Dreimal haben wir die Zwischenrunde der regionalen Teams erreicht, zweimal sind wir als Gruppendritter sogar gleich in die Zwischenrunde für die Profimannschaften gekommen“, betont Trainer Weißenborn.

Neben dem Titelverteidiger aus Wien, Hertha BSC und Gladbach geht’s für die Northeimer gegen die Bezirksligisten Sülbeck und Rhume-Oder sowie den Landesliga-Konkurrenten aus Petershütte. „Diese drei Klubs liegen in unserem Einzugsgebiet. Insgesamt haben wir eine interessante Gruppe erwischt. Ich freue mich besonders, dass wir gegen Wien spielen werden. Zu denen haben wir in den vergangenen Jahren eine guten Kontakt aufgebaut“, sagt Weißenborn. Die Zielvorgabe für das Vier-Tage-Turnier ist fast schon selbstverständlich. „Wir wollen am Sonntag noch dabei sein, das wir in unserer Gruppe aber kein Selbstläufer“ warnt Weißenborn.

Auch Lukas Bode will noch dabei sein, wenn der Cup auf die Zielgerade einbiegt. „Gegen unterklassige Mannschaften zu spielen ist viel schwieriger als gegen Ligakonkurrenten“, sagt der Eintracht-Kapitän. Der 18-Jährige war im vergangenen Januar dabei, als in der Vorrunde ein 4:1-Erfolg über die Chinesen aus Guangzhou gelang. In der Zwischenrunde gab es dann aber das Aus gegen Hannover 96 (1:9) und Schalke 04 (2:8). „Beim vorletzten Turnier haben wir uns über die Knüppelrunde der Regios für das Viertelfinale qualifiziert. Da sind wir dann beim 1:4 gegen Schalke ausgeschieden“, erklärt Bode.

Mit seinen Team-Kollegen würde Lukas Bode am liebsten sofort den Abstieg aus der Niedersachsenliga aus dem Sommer korrigieren. Doch in der Landesliga ist Eintracht aktuell hinter Vorsfelde nur Zweiter und somit auf Schützenhilfe angewiesen. Die sofortige Niedersachsenliga-Rückkehr hat in Northeim aber keine Priorität, wie Weißenborn erklärt. „Wir haben eine sehr junge Mannschaft mit einigen Spielern aus dem Jahrgang 2000. Wir müssen uns deshalb erst neu sortieren. Die Jungs machen das derzeit aber richtig gut“.

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