Sparkasse & VGH-Cup: JFV West Göttingen als bestes regionales Team im Viertelfinale

Erfolgs-Story für die Enkel

Harter Zweikampf: Lucas Nguyen Spieler vom JFV West versucht, den Ball an - Henri Ott vom JFV Rhume-Oder im entscheidenden Spiel um den Einzug ins Viertelfinale vorbeizuspitzeln. Foto: ats/gsd

Göttingen. Erhobenen Hauptes verließen sie den bereits etwas ramponierten Kunstrasen in der Lokhalle. Gerade hatten die Spieler der JFV West Göttingen sich mit einem achtbaren 0:4 im Viertelfinale des diesjährigen Sparkasse & VGH Cups gegen den englischen Zweitligisten Fulham FC verabschiedet. Doch was das Team von Trainer Sascha Makowski, Co-Trainer Frank Reichelt, Betreuerin Nadine Hell und Teammanager Tobias Möckel während der vier Turniertage gezeigt hatte, war aller Ehren wert.

„Natürlich haben wir insgeheim gehofft, dass wir vielleicht die Zwischenrunde erreichen“, meinte der 32-jährige Coach des Teams aus dem Westen des Landkreises Göttingen, das sich aus Spielern aus Holtensen, Elliehausen Esebeck und Hagenberg zusammensetzt und seit drei Jahren als Jugendförderverein firmiert und 2010 gegründet wurde.

2:1-Sieg gegen Göttingen 05

In der Vorrunde war der JFV West mit einem 0:5 gegen Fulham ins Turnier eingestiegen. „Da hatte ich schon das Gefühl, das da was geht für uns, obwohl meiner Mannschaft natürlich die Nervosität schon anzumerken war“, so Makowski. Gegen den JFV Eichsfeld, der ebenfalls sehr stark auftrat, gab’s ein 1:1. „Dieser Punkt war so ein wenig der Schlüssel“, meinte der JFV-Trainer. Gegen Hertha BSC gab es ein 1:5. Positiver Knackpunkt indes war auch das wichtige 2:1 gegen die JSG Auetal-Altes Amt. „Da lagen wir kurz vor Schluss mit 0:1 hinten und haben das Spiel noch zu unseren Gunsten mit dem 2:1 gebogen. Das war unser bestes Spiel bis dahin“, sagte der JFV West-Trainer. Die 0:5-Niederlage gegen Eintracht Braunschweig konnte sein Team verkraften, hatte es sich doch vor dem Spiel den vierten Rang und damit einen Platz in der Zwischenrunde der regionalen Teams gesichert.

Kein guter Beginn indes für den Kreisligisten, der das dritte Mal bei diesem Cup teilgenommen hat, in dieser Zwischenrunde mit einem 0:0 gegen die JSG Nieste/Staufenberg. Dann die faustdicke Überraschung: Gegen den Niedersachsenligisten Göttingen 05, den jeder von den regionalen Teams auf der Rechnung für das Viertelfinale hatte, ein sensationelles 2:1 mit einem überragenden Torwart Hendrik Sist, der eigentlich Innenverteidiger ist, aber den erkrankten Keeper Marvin Gutacker vertreten musste. „Natürlich haben wir uns eine Chance gegen 05 zuvor ausgerechnet. Wir hatten im Vorfeld den Indoorcup in Dransfeld gewonnen und uns seit November auf die Halle vorbereitet“, sagte Makowski.

Das Viertelfinale war dann „der bisher größte Erfolg in unserer noch jungen Vereinsgeschichte. Davon werden unsere Spieler ihren Enkeln noch erzählen“, lachte Co-Trainer Reichelt. Das entscheidende Spiel um den Einzug in das Viertelfinale gewann der JFV West mit 2:1 gegen den JFV Rhume/Oder. (gsd)

Von Walter Gleitze

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