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Bitterer Beigeschmack am letzten Spieltag: Die U15 des FC Eintracht Northeim fühlt sich verschaukelt

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Von: Marco Washausen

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Keine Freude trotz Heimsieg: Die C1 der Eintracht gewann 4:1, konnte sich darüber aber nicht freuen. Stattdessen Frust und Trauer.
Keine Freude trotz Heimsieg: Die C1 der Eintracht gewann 4:1, konnte sich darüber aber nicht freuen. Stattdessen Frust und Trauer. © Kaja Schirmacher

Freud und Leid lagen am Wochenende bei den Jugendfußballern des FC Eintracht Northeim ganz dicht beieinander.

Northeim – Während die U14 in der Bezirksliga mit einem 1:0-Auswärtssieg bei Verfolger SVG Göttingen die Meisterschaft klarmachte, gewann die U15 in der Landesliga-Aufstiegsrunde zwar ihr Heimspiel gegen Wolfenbüttel mit 4:1, konnte sich darüber aber ganz und gar nicht freuen.

C-Junioren Landesliga

Eintracht Northeim - MTV Wolfenbüttel 4:1 (2:0). Ein ganz bitterer Beigeschmack liegt auf dem letzten Saisonspiel der Mannschaft von Trainer Malte Froehlich. Das Team erledigte seine Aufgabe souverän gegen das Schlusslicht und setzte sich verdient durch. Freuen konnte sich beim Abpfiff aber niemand, weil längst bekannt war, dass es dennoch nicht zum Erreichen des Ziels gereicht hatte. Man wollte zum Relegationsturnier nach Barsinghausen und dort um den Aufstieg in die Regionalliga spielen. Stattdessen fühlt man sich im Eintracht-Lager verschaukelt.

Der Hintergrund: Der VfL Wolfsburg II war in der Runde auf dem besten Wege, ohne Punktverlust durchzumarschieren. Doch plötzlich kassierten die Wölfe eine unerwartete 0:1-Pleite im Nachholspiel beim MTV Gifhorn, der sehr gute Verbindungen zum benachbarten VfL hat und zudem Außenstelle des Wolfsburger Nachwuchs-Leistungszentrums ist. Damit waren auch die Gifhorner mittendrin im Rennen um den begehrten Platz für das Regionalliga-Relegationsturnier, an dem die Wolfsburger nicht teilnehmen dürfen. Ihre 1. Mannschaft spielt bereits in der Regionalliga.

Blieben also die Eintracht und Gifhorn übrig. Beide waren vor dem letzten Spieltag punktgleich, Northeim hatte die um vier Treffer bessere Tordifferenz. Die Vorzeichen waren also gut. Aber Pustekuchen! Während Eintracht 4:1 gegen Wolfenbüttel gewann, nahm Gifhorn Gastgeber FT Braunschweig mit 11:0 auseinander, überholte die Northeimer und sicherte sich das Ticket für Barsinghausen. Kurios: In den vier Partien zuvor hatte der MTV insgesamt lediglich fünf Treffer erzielt. Zum Abschluss gab es erstaunliche elf in einem Spiel. Neun (!) davon zwischen der 37. und 62. Minute.

In Northeim fühlt man sich verschaukelt. „Das hat aus unserer Sicht mit sportlich fairem Wettkampf nichts zu tun“, moniert Alexander Polle, sportlicher Leiter der Eintracht. Der Eindruck, den man gewinnen kann: Die Wolfsburger könnten Gifhorn gewinnen lassen haben, um ihnen zu ermöglichen, die Eintracht am letzten Spieltag noch zu überholen.

Polle hat Kontakt mit dem Verband aufgenommen und will Protest gegen die Wertung des Spieltages einlegen. „Wir wollen das nicht einfach hinnehmen. Und das nicht, weil wir schlechte Verlierer sind. Wäre das sportlich fair über die Bühne gegangen, wären wir die ersten Gratulanten der Gifhorner gewesen. Aus unserer Sicht ist es das aber nicht.“

Am Ziel: Die Northeimer C2-Junioren der Trainer Alexander Polle und Hannes Fritz gewannen am Samstag in Göttingen und sind damit Meister der Bezirksliga.
Am Ziel: Die Northeimer C2-Junioren der Trainer Alexander Polle und Hannes Fritz gewannen am Samstag in Göttingen und sind damit Meister der Bezirksliga. © Eintracht Northeim

C-Junioren Bezirksliga

SVG Göttingen - Eintracht Northeim II 0:1 (0:0). Auch der U14 wurde es nicht leicht gemacht. Unter der Woche hatte die SVG im Nachholspiel (wenig überraschend) gegen Hainberg gewonnen. Beide bilden künftig gemeinsam den JFV 37. So kam es zum Showdown. Hier jedoch mit dem besseren Ende für die Eintracht, die dank des Treffers von Marlon Schimke (40.) gewann und sich verdient zum Meister krönte.   (Marco Washausen)

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