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Für Holstein Kiel in der Bundesliga der A-Junioren: Der Northeimer Yoost Diezemann will Fußballprofi werden

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Von: Marco Washausen

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Für Holstein Kiel am Ball: Yoost Diezemann (Mitte), hier gegen den Hamburger SV, ist seit zweieinhalb Jahren für die Norddeutschen im Einsatz. Wie es für ihn weitergeht, klärt sich im Winter.
Für Holstein Kiel am Ball: Yoost Diezemann (Mitte), hier gegen den Hamburger SV, ist seit zweieinhalb Jahren für die Norddeutschen im Einsatz. Wie es für ihn weitergeht, klärt sich im Winter. © Holstein Kiel

Den Traum, es eines Tages zum Fußballprofi zu schaffen, haben viele. So auch der Northeimer Yoost Diezemann. Doch der 18-Jährige ist auf diesem Weg bereits deutlich weiter, als es viele schaffen.

Northeim/Kiel - Er spielt im defensiven Mittelfeld oder als Innenverteidiger für Holstein Kiel in der Bundesliga der A-Junioren. Wir haben uns mit ihm unterhalten.

Herr Diezemann, aus Northeim zu den Störchen nach Kiel. Wie hat das geklappt?

Yoost Diezemann: Begonnen habe ich bei Eintracht Northeim. Hardy Schrodt, Philipp Weißenborn, Carim Blötz oder auch Tim Schwabe waren dort meine Trainer. Nicht zu vergessen Rainer Laue beim DFB-Stützpunkt. Nach einem Auswahlturnier kam 2018 Braunschweig auf mich zu und hat mich zu einem Probetraining eingeladen. Das lief gut und so bin ich zur U15 nach Braunschweig und habe dort zwei Jahre gespielt.

Sie haben in dieser Zeit aber noch in Northeim gewohnt, oder?

Diezemann: Genau. Ich war nach der Schule viermal pro Woche zum Training in Braunschweig. Dazu kamen die Spiele. Das war auf Dauer schon ziemlich anstrengend und am Ende einfach nicht optimal. Über meinen Berater entstand dann der Kontakt zu Holstein Kiel.

Also ging es 2020 in die Jugend des Zweitligisten.

Diezemann: Das hat einfach gepasst. Hier wohne ich jetzt in einer Art Studentenwohnheim. Zwei Blöcke sind für Fußballer von Holstein Kiel und Handballer vom THW Kiel reserviert.

Wenn man schon so weit gekommen ist, dann muss doch vermutlich das nächste Ziel sein, es zum Fußballprofi zu schaffen.

Diezemann: Auf jeden Fall. Dieser Wunsch ist mit der Zeit immer größer geworden. Bei Turnieren, damals noch mit Northeim, habe ich früh die Mannschaften aus Wolfsburg oder Hannover gesehen und mich dann immer gefragt, warum ich es nicht schaffen sollte, eines Tages Profi sein zu können. Genau das ist mein Ziel. Das möchte ich gern erreichen. Aber ich weiß natürlich auch, dass die Chancen, eines Tages in der 1. oder 2. Liga zu spielen, nur sehr gering sind. Man muss zu den Besten in seinem Team gehören. Und dann gehört oft auch das nötige Quäntchen Glück dazu. Vor ein paar Wochen war Tom Sanne vom Hamburger SV noch mein Gegenspieler in der A-Jugend-Bundesliga. Und ein paar Tage später feiert er plötzlich sein Profidebüt in der 2. Liga und schießt prompt sein erstes Tor.

Ihr Vertrag in Kiel läuft nach der Saison aus. Wie geht es dann weiter?

Diezemann: Das ist noch nicht ganz klar. Noch hat es keine Gespräche gegeben. Aber die werden im Winter oder im Frühjahr folgen. Dann muss man sehen, was passiert. Der Austausch hier in Kiel mit der U23, die in der Regionalliga spielt, ist groß. Vielleicht ist das eine Option. Aber egal wohin es mich verschlägt: Meine Familie und meine Freunde werden mich unterstützen. So wie sie es bisher auch immer getan haben.

(Marco Washausen)

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