Fußball-Conti Cup: 05-Junioren werfen Braunschweig im Elferschießen raus

Henze wieder der Pokalheld

Clever abgeschirmt: Göttingens Oliver Pomper (links) kommt ein halben Schritt zu spät gegen den Braunschweiger Julian Hartmann. Foto: gsd

Das hatten sich die Jung-Profis des A-Junioren-Bundesligisten Eintracht Braunschweig auch ganz anders vorgestellt! Sie hatten nämlich vor, einfach mal im Vorbeigehen als hoher Favorit den Underdog, den Niedersachsenligisten Göttingen 05, aus dem Conti-Cup-Halbfinale zu eliminieren.

Doch da spielten die Göttinger nicht mit, und vor allem hatte ihr Torwart Dennis Henze, der im Achtelfinale dieses Pokals gegen Calenberger Land bereits zwei Elfmeter gehalten hatte, im Elfmeterschießen nach 0:0 nach regulärer Spielzeit ganz viel dagegen. Er hielt nämlich mal so im Vorbeigehen drei Elfmeter der Braunschweiger und wurde so erneut zum Pokalhelden, da seine Mitspieler eben drei Elfmeter versenkten und so für einen 3:2-Sieg sorgten.

So kann sich 05 wohl nun auf ein Heimspiel im Halbfinale des Conti-Cups gegen Hannover 96 oder den VfL Wolfsburg auf einen weiteren Bundesligisten freuen.

„Es ist einfach nur geil“, sprudelte es aus Henze heraus, der ganz cool dieses Mal gar nicht erst darüber nachgedacht hatte, welche Ecke er anpeilen soll. „Ich habe heute mal einfach spontan reagiert“, so Henzes Erfolgsrezept. 90 Minuten zuvor hatte er wenig zu tun, weil es die Braunschweiger nicht verstanden, den bestens postierte Defensive mit einem überragenden Abwehrchef Robin Hartwig zu überwinden. So musste Henze sage und schreibe nur ein Mal in der 34. Minute ernsthaft eingreifen und einen Direktschuss von Ahmet Canbaz reaktionsschnell mit dem Fuß abwehren. Alles, was sonst noch in Richtung 05-Kasten kam, waren entweder harmlos oder gar stümperhaft vorgetragene Offensivaktionen der Gäste.

Brömsen mit „geilem Gefühl“

Das verwunderte sogar den überglücklichen Göttinger Trainer Jan-Philipp Brömsen. „Ich war schon davon ausgegangen, dass Braunschweig uns vor größere Probleme stellt, aber ihre Angriffe waren nicht so schnell vorgetragen, als dass wir uns nicht darauf sehr gut einstellen konnten“, meinte er, der auch „ein geiles Gefühl“ verspürte.

Klar, dass der Favorit das Spiel bestimmte, überlegen war und auch die meisten, aber eben nicht die entscheidenden Zweikämpfe für sich entschied. 05 zeigte anfangs zu viel Respekt vor einem Gegner, der sich diese Partie auch einfacher vorgestellt hatte, nicht mit einem solch großen Widerstand rechnete..

Elfmetertore von 05: 1:0 Hühold, 2:1 Lora-Moreno, 3:2 Pomper. (gsd)

Von Walter Gleitze

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