JSG Dreiflüssestadt und SG Werratal kooperieren / Jugendliche mit Gastspielrecht

Das Kräftebündeln geht weiter

Unterschrieben den Kooperationsvertrag: Von links Werratals kommissarischer Jugendleiter Dirk Polej, Klaus Burhenne (Vorsitzender SG Werratal) und Stefan Wilke (Vorstandsteam der JSG Dreiflüssestadt). Foto: Brandenstein

Hann. Münden. Werder Münden, der Bonaforther SV und Jahn Hemeln schicken ihren Fußball-Nachwuchs als JSG Dreiflüssestadt gemeinsam auf die Plätze. Neuerdings ist auch die SG Werratal – zumindest in abgewandelter Form – beteiligt. JSG und SG haben einen Kooperationsvertrag unterzeichnet.

„Wir wollen allen unseren Jugendlichen das Fußballspielen ermöglichen, das ist unser Ziel“, sagt Werratals Vorsitzender Klaus Burhenne. So wird es in der kommenden Saison zum Beispiel so sein, dass einige B-Jugendspieler der JSG mit einem Gastspielrecht bei der SG Werratal auflaufen. „Das ist eben keine Fusion, stattdessen bleibt jeder Verein in seinen Entscheidungen selbstverantwortlich und die Jugendlichen gehören weiter ihren Stammvereinen an“, verdeutlicht der kommissarische Werrataler Jugendleiter Dirk Polej das Konzept. Polej hat das Amt kürzlich von Thomas Ulbricht übernommen, der laut SG aus persönlichen Gründen aufgehört hat. Unterstützt wird Polej übrigens von Michael Fraatz und Marco Schulz.

Das prinzipielle Herangehen sieht folgendermaßen aus: Kommen Jugendmannschaften aufgrund fehlender Spieler im jeweiligen Jahrgang nicht zustande, wird umgehend mit dem Kooperationspartner darüber gesprochen. Jener der beiden Vereine, der mehr Spieler in das Kooperationsteam schickt, behält die Namensrechte.

Klaus Burhenne freut die neue Kooperation: „Es macht doch keinen Sinn, dass uns selbst durchschnittliche Jugendliche womöglich in Richtung Kassel oder Göttingen verlassen oder gar ganz aufhören, nur weil es für ihren Jahrgang keine spielfähige Mannschaft hier gibt.“ Die Zusammenarbeit mit der JSG dürfte solche Spielerverluste künftig verhindern. Stefan Wilke, der den Vertrag für die JSG Dreiflüssestadt unterzeichnete, erläutert: „Wir haben uns alle Jahrgänge beider Vereine angeschaut und konnten sehen, wo es Probleme gibt. Letztlich haben beide Seiten einen Nutzen davon.“ Zum Beispiel auch bei der Trainerfortbildung, die den verantwortlichen am Herzen liege. „Weil wir die Kräfte gebündelt haben, ist beispielsweise der Kreislehrwart extra zu uns gekommen und wir mussten nicht nach Göttingen fahren“, erzählt Wilke weiter. Den Lehrgang vor Ort besuchten elf Trainer der JSG und neun der SG Werratal.

Die Kooperation soll auch gemeinsame Aktivitäten umfassen, beispielsweise ein Fußballcamp, das DFB Sportabzeichen und gemeinsame Fußballfahrten. Die Vereine geben an, dass derzeit 200 Kinder und Jugendliche bei der JSG Dreiflüssestadt beziehungsweise 110 im Trikot der SG Werratal an Serienspielen teilnehmen.

Von Manuel Brandenstein

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