Sparkasse&VGH-Cup: Eintracht Northeim trifft schon in der Vorrunde auf Göttingen 05

Mutig in der Todesgruppe

Göttingen. Beim Einzug in die Zwischenrunde ist mit den Northeimer Fußballern immer zu rechnen. Das war in den vergangenen Jahren so, als erst der JFC Roswithastadt, später der JFV Northeim starteten und nun das zweite Mal in Folge Eintracht Northeim am bedeutendsten deutschen U 19-Turnier dabei sein wird. „Die Jungs sollen alles aufsaugen an Erfahrungen, was sie kriegen können“, sagt Northeims Trainer Oliver Gremmes vor der 29. Auflage des Sparkasse&VGH-Cups (4. bis 7. Januar 2018) in der Göttinger Lokhalle.

Bereits zum 16. Mal sind die Northeimer beim Göttinger Budenzauber dabei. Doch selten dürfte ein Northeimer Team dabei eine so schwierige Gruppe erwischt haben wie das aktuelle bei der Gruppenauslosung im zurückliegenden November. Denn da lotste Eintracht-Kapitän Nils Kern sich und seine Team-Kollegen in die schwierigste Vorrundengruppe. Um den Einzug in die Zwischenrunde perfekt zu machen, muss der Landesliga-Spitzenreiter mit dem Niedersachsenligisten Göttingen 05 den schwersten regionalen Brocken bezwingen.

Die Schwarz-Gelben sind als Niedersachsenligist der höchst spielende Klub der Region. Danach folgt aber auch schon die Eintracht, die in den vergangenen Jahren in der Lokhalle stets für Furore sorgte – die aber auch schon mehrmals am Cup-Modus verzweifelte. Zum Beispiel bei der zurückliegenden Auflage im Januar dieses Jahres. Mit 3:1 bezwangen die Northeimer den Bundesligisten Hertha BSC Berlin, Eintracht erreichte sogar als Gruppendritter die Zwischenrunde, wo dann aber Endstation nach deutlichen Niederlagen gegen Kopenhagen und Hannover 96 war.

„Unsere Spieler kennen das Turnier in der Lokhalle, wir haben nur drei Debütanten“, sagt Northeims Trainer Oliver Gremmes. Die JSG Weper und Hainberg müsse man erst einmal bezwingen, gibt der Coach zu bedenken, der aus seinem Team keine Spieler herausheben will. „Alle sind geil darauf, mir zu zeigen, dass sie in der Lokhalle spielen wollen“, sagt Gremmes.

Beim aktuellen Hallentraining treten die Northeimer auch gegen die „Sparringspartner“ vom FC Grone und JFV West an. „Das ist mal etwas anderes, als immer gegen die Teamkollegen antreten zu müssen“, sagt der Northeimer Trainer, der die „Todesgruppe“ auch als Chance begreift. „Es hätte für uns einfacher kommen können und natürlich hätten wir gegen 05 auch gerne erst in der Zwischenrunde gespielt. Aber wir spielen zum Beispiel auch gegen den HSV, den aktuellen Spitzenreiter der Bundesliga Nord/Nordost. Was wollen wir mehr?“

Entscheidung in der Nacht

Schade sei nur der Spielplan. Am ersten Turniertag geht es gegen Weper, Hainberg und gegen Göttingen 05 – um 23.15 Uhr, fast zur Geisterstunde im letzten Spiel des Tages. „Die Uhrzeit ist schade. Dieses Spiel hätte mehr Zuschauer verdient“, sagt Gremmes über die Nachtsitzung. Doch über allem steht in dieser Saison der Aufstieg. „Wir wollen zurück in die Niedersachsenliga. Das hat Priorität.“ Zwölf Siege in 14 Spielen – alles läuft nach Plan. Ungeschlagen beträgt der Vorsprung auf den Zweiten elf Punkte.

Von Ralf Walle

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