Eintracht Northeim noch mit Chancen

Sparkasse&VGH-Cup mit einer Sensation: Tuspo Petershütte schlägt Eintracht Frankfurt

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Allein gegen alle: Einbecks Hanno Menke (am Ball) gegen Fulhams Cody Drameh und Nicolas Santos Clase (li.)

Göttingen – Endlich tobte die Lokhalle: Tuspo Petershütte schlug den Bundesliga-Nachwuchs von Eintracht Frankfurt mit 2:1. Es war die erste Sensation.

Schon zuvor war der Hauch von einer Überraschung am frühen Freitagabend durch die Göttinger Lokhalle. Denn beim Sparkasse&VGH-Cup stand der SC Hainberg in der Partie gegen Mainz 05 ganz dicht vor einer kleinen Sensation. Thedel Philipp von Wallmoden hatte die Führung des Favoriten drei Minuten vor Schluss ausgeglichen. Pech allerdings, dass die Mainzer nachlegten und die Vorrundenpartie am zweiten Turniertag doch noch mit 2:1 gewannen.

Die Vorharzer aus Petershütte jedenfalls legten am Freitag nach ihrem Sensationssieg gegen Frankfurht noch nach: Gegen die JFV West Göttingen gab es ein 3:2 und auch gegen JFV Eichsfeld blieb die Mannschaft mit dem 2:2 ohne Niederlage am zweiten Turniertag. Macht bisher nach fünf Spielen zehn Punkte und Platz 2 hinter dem FC Brügge und vor Hannover 96!

Die SVG Einbeck war in der Partie gegen den FC Fulham chancenlos. „Keiner bei uns ist sauer über die Niederlage. Wir haben zwar nicht zweistellig verloren, dennoch ärgern sich die Jungs über die Niederlage. Wir dürfen wegen der 0:6-Pleite aber nicht die Köpfe hängen lassen“, forderte SVG-Coach Frank Hennecke.

Einen Grund zur Resignation hatten die Einbecker nach ihrer dreizehnjährigen Cup-Abstinenz aber sowieso nicht. Denn am Donnerstagabend lösten sie ihre erste Aufgabe mit dem 5:2 über den JFV Rhume-Oder glänzend. „Wir haben sicher gestanden und stark gekontert. Nur die zwei Gegentore kurz vor Schluss waren unnötig“, kommentierte Einbecks Trainer den 5:2-Erfolg, bei dem der dreifache Torschütze Noah Reinert sowie Marwin Wiegleb und Hanno Menke trafen. Gestern folgte dann noch eine 1:7-Pleite gegen Fortuna Düsseldorf.

Die Chance auf das Weiterkommen wahrte auch Eintracht Northeim. Der Niedersachsenliga-Aufsteiger feierte am späten Donnerstagabend Siege über die JSG Uslar/Solling (6:1) und den JFV Eichsfeld-Mitte (6:0). Im Spitzenspiel gegen den Liga-Konkurrenten Göttingen 05, das fast zur Geisterstunde um 23.15 Uhr begann, gab es nach einem Rückstand immerhin ein 1:1. Schlecht aber, dass Eintracht eine zwischenzeitliche 4:2-Überzahl nicht zum erhofften Sieg reichte. Am späten Freitagabend dann trotzten die Northeimer dem holländischen Klub AZ Alkmaar ein beachtliches 2:2 ab und brachte damit den direkten Konkurrenten um die Zwischenrundenqualifikation, den 1.SC Göttingen 05, in Zugzwang. Die Göttinger verloren nach starker Leistung etwas unglücklich gegen Borussia Mönchengladbach, vor alle, weil sie nach dem frühen 0:1 drei klare Chancen nicht nutzen. Um 22.30 Uhr dann legten die Spätspieler von 05 noch ein 7:2 gegen den JFV Eichsfeld-Mitte hin. Das wird ein spannendes Ding in der Flippo-Gruppe, die am Freitagabend Northeim (9 Punkte/4 Spiele) vor den punktgleichen 05ern (7 Punkte/4 Spiele) und Alkmaar (7/4) anführten. In Lauerstellung: Manchester und Gladbach, die erst zwei Spiele ausgetragen hatten, aber schon je sechs Punkte sammelten.

Ansonsten gab es auch am zweiten Cup-Tag wieder viel Anschauungsunterricht für die Kicker aus der Region. Zum Beispiel für den FC Grone, der Schalke 04 mit 1:8 unterlag, später sogar gegen Austria Wien mit 0:10 verlor. Eine zweistellige Niederlage kassierte aber auch die SVG Göttingen beim 1:11 gegen Schalke 04. Die JSG Uslar/Solling kassierte in der Flippo-Gruppe am Freitag deftige Niederlagen: 0:6 gegen Gladbach und 2:7 gegen 05. Aber: Gegen JFV Eichsfeld-Mitte sprang immerhin ein 5:1-Sieg heraus.

Doch auch der FC Augsburg benötigte ein wenig Anschubhilfe. Denn beim 2:4 gegen die Hallenspezialisten von Austria Wien war der Cup-Neuling kaum am Ball. Auch deshalb, weil der FCA in Ballbesitz keinen spielenden Torhüter einwechselte. Wiens Torhüter Fatih Bayram machte dagegen in der Offensive stets Platz für Aleksandar Jukic. So ist Austria ein Kandidat auf den Titel.

Auch Vorjahressieger Manschester United deutete seine Stärke an. Individuell stark, kühl auf die Chance wartende und mit einem stets hoch vor dem Tor des Gegners agierenden Stürmers sowie extrem handlungsschnellen Spielern fuhr ManU zwei klare Siege ein. 

Imptonierend bisher auch der FC Brügge. Die Belgier fuhren in vier Spielen in der Move100-Gruppe vier Siege ein. 

Von den heimischen Teams ist auch die JSG Schwarz-Gelb auf Zwischenrundenkurs. In der allerdings auch machbaren TSN-Beton-Gruppe steht die Truppe nach vier Spielen mit neun Punkten auf Platz Zwei.

(raw/tko)

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