Die Derbykontrahenten von BC Sport und Rothwesten wollen nicht weiter an Boden verlieren

Kampf gegen das Abrutschen

Drunter und drüber: Turbulent wie im Hinspiel zwischen dem Sportianer Harez Habib (vorn links) und Rothwestens Andreas Geisler (im Fallen) könnte es wieder zugehen. Usman Mobarak (links) und Moritz Murawski (rechts) warten ab. Archivfoto: Schachtschneider/nh

Kassel. Kann gespielt werden oder nicht? Vor dem Verbandsligaderby zwischen den Fußballern des BC Sport und des TSV Rothwesten (Samstag, 14 Uhr, Scharnhorststraße) steht auch diese Frage im Mittelpunkt. Dabei gäbe es genügend sportliche Aspekte, die zum Duell der beiden Aufsteiger einer Betrachtung wert wären.

1.Die Tabelle: W ürde von beiden Trainern am liebsten außer Acht gelassen. „Die Situation an der Spitze wollen wir gar nicht beachten. Für uns kommt es darauf an, uns in die Winterpause zu retten, damit sich unsere Verletzten erholen können“, kommentiert Wolfgang Zientek vom BC Sport die Tatsache, dass seine vom Verletzungspech verfolgte Elf an der Spitze an Boden verlor. Immerhin: „Es grenzt an ein Wunder, dass wir überhaupt noch so weit oben stehen.“

Abgerutscht ist wegen einiger Spielausfälle auch der TSV. „Die Tabelle beachten wir lieber nicht, um uns den Kopf nicht verrückt zu machen. Man gerät sonst unter Druck, obwohl eigentlich kein Druck da ist“, betont Rothwestens Trainer Patrick Klein.

2.Die Perspektiven: Die Gäste sind hochmotiviert, sich für die 0:4-Hinspielniederlage zu reabilitieren. Weil die Fuldataler bisher eine gute Rolle spielten und die Sportianer keinen guten Lauf haben, scheint der Ausgang offen. Beide Kontrahenten werden bemüht sein, dem Gegner nicht ins offene Messer zu laufen. Dies betrifft besonders den TSV, der im Hinspiel für individuelle Fehler knallhart bestraft wurde.

3.Das Personal: Beim BC Sport fehlen wieder eine ganze Reihe von verletzten Akteuren, Dennis Kahl wird nicht mehr für den Klub spielen. Nach Rücksprache mit Torwarttrainer Michael Gibhardt wird Zientek entscheiden, ob Niklas Grujo oder Sebastian Finke das Tor hütet. Beim TSV ersetzt Mathias Opfermann den erkrankten Schlussmann Christoph Herbst, auch der zuletzt überzeugende Alexander Schrenke muss passen. Mit dem ebenfalls verletzten Marcus Neumann (BC Sport) ist in beiden Kadern nur ein Spieler zu finden, der bereits den Dress des Gegners trug. Dies könnte auch für Igor Losic und Cedric Dziabas gelten. Doch die beiden Fuldataler wiederriefen vor der Saison ihre Zusage bei den Sportianern.

4.Spielen oder nicht? Bei dieser Frage denken beide Trainer unterschiedlich. „Bei unseren schlechten Rahmenbedingungen würde ich lieber nicht spielen“, käme Wolfgang Zientek eine Absage gelegen. Nicht so Patrick Klein: „Wir wollen nicht noch weiter mit den Spielen in Rückstand geraten. Sonst wird das Programm im Frühjahr zu voll. Außerdem sind die Jungs heiß darauf, zu spielen.“ Zumals sich die Rothwestener gegen die angeschlagenen Sportianer diesmal etwa ausrechnen.

Von Wolfgang Bauscher

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