Fußball-Hessenliga: FC Ederbergland erwartet am Samstag den SV Wiesbaden

Kampf um Klasse beginnt

Duell aus dem Hinspiel: Anton Jencik (links) und David Koch (beide FCE) gegen den Wiesbadener Ferhat Gündüz. Foto:  zhw

Battenberg. Die Restrunde der Fußball-Hessenliga beginnt für den FC Ederbergland am Samstag um 15 Uhr im Battenberger Entenpark mit dem Spiel gegen den SV Wiesbaden. Dabei stellt sich die Frage: Wo steht der FCE? Zum einen nach der Vorbereitung der vergangenen Wochen und zum anderen im Vergleich zu der Hinrunde. Das Hinspiel ging mit 1:4 verloren.

In dieser Hinrunden-Partie machte die Hartmann-Elf so ziemlich alles verkehrt, was man verkehrt machen kann. Schon personell wird sich einiges ändern, da Hartmann außer Fabian Mohr (Hüfte), David Koch (Knie) und eventuell Oleg Schneider (Wade) alle Mann an Bord hat, sofern auch das Abschlusstraining verletzungsfrei überwunden wird.

In der Vorbereitung hat man in den verschiedenen Mannschaftsteilen beim FC Ederbergland Licht und Schatten in ständigem Wechsel gesehen. Trainer Hartmann bieten sich einige Alternativen.

VIERERKETTE:

Ohne Mohr werden wohl Marco Kovacevic und Anton Jencik die Innenverteidigung stellen. Vielleicht läuft auch Michael Möllmann auf. Für die Außenpositionen bieten sich Tim Biesenthal, Max Schüssler und Jan Eberling an. Einen deutlichen Sprung nach vorn hat die Abwehrriege im Winter nicht gemacht. Bedenklich waren die vielen Gegentore gegen Erndtebrück (7) und Paderborn II (5). Younes Bahssou und Ferhat Gündüz werden jedenfalls gehörig einheizen.

SECHSER-POSITION:

Hierauf wird wohl das größte Augenmerk gelegt werden müssen. Funktioniert diese Position nicht, funktioniert das FCE-Spiel nicht, weder nach vorn, noch nach hinten. Prädestiniert sind hier Dominik Karge und Dennis Reitz, aber auch Oleg Schneider. Rene Eickhoff und Michael Möllmann können je nach Taktik und Gegner erste Wahl sein. Sollten Reitz und Karge auflaufen, steht ein Paar auf dem Feld, das es in der Hinrunde nicht gegeben hat.

Wiesbaden wird Druck machen. Ohne Unterstützung der Mannschaft sind hier alle überfordert. Entlastung ist das Stichwort. Fehlt die, ist die Sechserposition, egal wer sie spielt, beim FCE überfordert.

DIE AUßEN:

Kilometer machen und den Gegner mit Flanken eindecken. Für Ingo Miß und Robin Wissemann, alternativ Carlos Arsenio, Dennis Meyer und Iori Shintani hat sich auch taktisch nicht viel geändert. Auf dem Battenberger Rasen bieten sich tatsächlich Wissemann und Miß als „Grasfresser“ an. Beide hatten auch in Wiesbaden einen guten Eindruck hinterlassen. Das Wechselspiel mit den Deckungsspielern ist sicher nicht so, wie man es in der Klasse erwartet. Oft ist es zu einfach, den FCE-Flügel lahm zu legen. Mit Karge und mehr Kreativität kann die Flügelzange sicherlich eher kneifen.

DER ANGRIFF:

Felix Nolte wurde vermisst, Tomi Pilinger auch lange Zeit. Jetzt können die beiden, die wahrscheinlich das Angriffsduo bei Hartmanns favorisiertem 4-4-2-System sein werden, zeigen, dass sie der neuen Deckungsformation der Wiesbadener einheizen können. Beide sind unermüdliche Antreiber und haben Torinstinkt. Sicherlich der Teil in der Mannschaft, der dem Hessenliganiveau am nächsten kommt. Allerdings muss das mit Toren und guter Arbeit nach hinten bewiesen werden. Wenn nicht, stehen Maxim Zich und Carlos Arsenio in Lauerstellung.

UNSER FAZIT:

Nur wenn alles optimal läuft, kann der FCE den Kopf aus der Schlinge ziehen. Rechnet man die drei Torhüter mit ein, kann Hartmann aus einem Fundus von 22 Spielern (plus Verletzte) ein Team stellen. Quantität ist also da. Quantität, die in der Hinrunde vermisst wurde. Für die Qualität muss die Mannschaft nun selbst sorgen. (zhw)

Das sagt FCE-Trainer Christian Hartmann:

„Wir sind im letzten Testspiel auf den Boden der Tatsachen zurück geholt worden. Das sollte uns helfen, gegen Wiesbaden 100 Prozent konzentriert zu sein. Wiesbaden hat sich erheblich verstärkt, aber wir wissen auch, was wir im Stall haben. Auf jeden Fall wird am Samstag eine Mannschaft auflaufen, die den Beginn des Kampfes um den Klassenerhalt einläuten will. (zhw)

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