Uwe Seeler gratuliert

Beim Cup der Allstars steht ein Jubilar im Mittelpunkt

Gute Freunde: Manni Kaltz (links) und Uwe Seeler. Foto: Hedler

Bad Wildungen. Um ein Haar und man hätte annehmen müssen, dieses Turnier sei nicht nur gut, sondern ein bisschen zu gut durchgeplant worden.

Es waren viele ehemalige Bundesligagrößen in die mit 1000 Zuschauern volle Bad Wildunger Ense-Halle gekommen, um unterhaltsamen Hallenfußball zu sehen und Manfred Kaltz zu ehren, der am Samstag einen Tag vor seinem 60. Geburtstag stand. Die Stimmung war schon zu Beginn sehr locker, sehr gelöst, als sich plötzlich die erste Torchance auftat. Manfreds Neffe Georg Kaltz lief auf das gegnerische Tor zu, passte hinüber zu Manni Kaltz, der sicher das erste Tor dieses, seines Turniers der Allstars erzielt hätte. Doch dann fischte sich die Katze den Ball.

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Die Katze ist der Spitzname von Ralf Zumdick, einst Torhüter des VfL Bochum. Er hatte dann doch etwas gegen diesen Anfang mit einem Hauch von Rosamunde Pilcher. Dass er zum Spielverderber wurde, begründete er nachher so: „Ich habe doch meine Brille vergessen und gar nicht gesehen, dass Manni da einschussbereit stand.“

Danach lächelte Zumdick – und das alles passte zu diesem Nachmittag. Auf der einen Seite zeigten die Ex-Profis auf dem Feld noch eine gehörige Portion Ehrgeiz, fernab davon aber flachsten sie, wenn sie nicht gerade das Loblied auf Manni Kaltz sangen. Zumdick erklärte auch, was den 69-fachen Nationalspieler früher ausgezeichnet hat: „Seine Flanken hatten enormen Schnitt und Druck, da hatte man als Torwart so gut wie keine Chance. Ich war einer der Leidtragenden.“ Ex-Nationalspieler Klaus Fischer bezeichnete Manfred Kaltz, den Erfinder der Bananenflanke, als besten Flankengeber, den die Bundesliga je hatte.

Auch wenn es mit dem ersten Tor des Turniers nicht klappte: Kaltz musste sich nicht grämen, er hatte an diesem Nachmittag noch sein Erfolgserlebnis, auch wenn er mit den Allstars des Hamburger SV am Ende nur Platz vier von fünf Mannschaften belegte.

Egal, im Vordergrund standen an diesem Tag eh der Spaß und die Begegnungen am Rande. Schließlich schauten nicht nur Ex-Nationalspieler wie Klaus Fischer, Christian Schreier, Thomas von Heesen und zahlreiche Fanclubs vorbei. Nein, auch HSV-Idol Uwe Seeler kam nach Bad Wildungen, gab Autogramme, gratulierte Kaltz vorsichtshalber zum 40. Geburtstag und überreichte den Siegerpokal an die Allstars des KSV Hessen Kassel mit Holger Brück und Torschützenkönig Thorsten Bauer, die sich am Ende durchsetzten. Für Kaltz hätte es keine schönere Einstimmung auf seinen Jubeltag geben können: „Es war ein toller Nachmittag.“ Und am Abend ging es zum Feiern in den 60. Geburtstag ins Maritim-Hotel, dessen Direktor Andreas Triebsch Mitorganisator war.

Die Platzierung beim Manni-Kaltz-Cup (Allstars): 1. KSV Hessen, 2. St. Pauli, 3. Deutsche Allstars, 4. Hamburger SV, 5. Hannover 96.

Von Florian Hagemann

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