Wattenbach und Vollmarshausen trennen sich nach dürftigen Leistungen torlos

Kein 0:0 der besseren Art

Seltener Fall von Ballsicherheit: Kaum einmal zeigten sich die Akteure im Derby so gewandt wie hier der Vollmarshäuser Alexei Bechler (rechts) gegen Wattenbachs Florian Ortmann. Foto: Fischer

Söhrewald. Das Wetter war gut. Die Kulisse auch. Damit hatte es sich dann aber schon. 220 Zuschauer und die Fußballer der TSG Wattenbach sowie der FSK Vollmarshausen schienen ab Mitte der zweiten Hälfte des Gruppenliga-Derbys den Schlusspfiff von Martin Kliebe herbeizusehnen. Und der überzeugende Schiedsrichter – er kam ohne Gelbe Karte aus – tat ihnen schließlich den Gefallen und besiegelte das 0:0.

Einen Sieger hatte die farblose Partie nicht verdient. Zwar boten sich beiden Mannschaften genügend Gelegenheiten, doch herausgespielt waren die wenigsten von ihnen. Zumeist entsprangen sie dem Zufall oder Patzern der Defensivabteilungen. Dies begann nach wenigen Sekunden, als Wattenbachs Marco Sirringhaus sträflich unbeachtet erst im letzten Moment von Benjamin Wenzel im Vollmarshäuser Tor gestoppt werden konnte.

Nicht nur in dieser Szene vermissten die Platzherren ihren wegen einer Bauchmuskelzerrung fehlenden Torjäger und einzigen Angreifer Tim Henning. Auch Bediss Mesaoud, Benjamin Reichhard und abermals Sirringhaus ließen in aussichtsreichen Situationen die nötige Cleverness vermissen. Dieses Schicksal teilten sie mit Giovanni Marquez und Andre Wenzel auf Seiten der Gäste, die den Ball noch in der ersten Halbzeit ebenfalls nicht über die Torlinie brachten.

Für den Höhepunkt der zweiten Hälfte sorgte der Wattenbacher Fabian Mannewitz mit einem Lattenknaller aus 23 Metern (49.), und auch eine Ballstafette der TSG mit mehreren Direktpässen erregte Aufsehen (63.). Danach drängte sich zusehends der Eindruck auf, dass kein Tor mehr fallen würde. Die Partie verflachte und schleppte sich dem Ende entgegen.

„Mehr ist bei unserer Personalmisere und zweieinhalb Abwehrspielern auf der Bank nicht drin“, gab sich TSG-Trainer Bernd Hüter zufrieden und merkte an: „Noch nie war ein Unentschieden so gerecht.“ Dies wertete sein Gegenüber Bernd Sturm genauso und sah sich von den gleichen Problemen geplagt: „Fit sind eher die defensiven Leute. Jene, die die Offensive beleben, fehlen.“ Die Folge davon: „Kein Druck, kein Tempo.“

Von Wolfgang Bauscher

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.