Zwischenbilanz der 1. Fußball-Kreisklasse C: Nur Türkgücü hält Kontakt / Einigen droht Abstieg

Kein Klub ist völlig zufrieden

Torhüter vor Stürmer: Jahn Hemelns Schlussmann Dennis Reichhardt klärt hier vor Niemetals Spielertrainer Dennis Guse. 3 Fotos: Pietsch/nh; mbr

Hann. Münden. Der SV Türkgücü Münden konnte in der 1. Fußball-Kreisklasse C bisher die eigenen Erwartungen zumindest einigermaßen erfüllen. Komplett zufrieden ist zur Winterpause aber keines der Altkreis-Teams:

Türkgücü Münden

Noch nicht ganz abgefahren ist der Zug in Richtung Meisterschaft und Aufstieg für Türkgücü. Fünf Punkte Rückstand sind durchaus noch aufzuholen, aber man darf sich keinen Ausrutscher mehr leisten. Nach der unglücklichen Niederlage in Lenglern keimte noch einmal Hoffnung auf, als die Göttinger Vorstädter zu Hause gegen Rosdorf nur Unentschieden spielten. Wenn es Trainer Ramazan Özgen gelingt, seine Truppe auf dieses Ziel einzuschwören und die Mannschaft ihre spielerische Klasse auch umsetzten kann, bleibt ein Fünkchen Hoffnung bestehen, aber ein weiterer Ausrutscher und man kann den Aufstieg ad acta legen.

Werder Münden

Gar nicht zufrieden zeigt sich Trainer Christian Andrecht von dem abschneiden seiner Mannschaft. „Leider haben einige Spieler nicht den nötigen Biss und den Ehrgeiz entwickelt um sich durchzusetzten. So blieben aus meinem 24-Mann-Kader nur noch 14 Spieler übrig. Dadurch konnte wir im Training nicht immer das trainieren, was ich mir vorgenommen hatte“, so ein enttäuschter Andrecht. Die Leistungen der Mannschaft waren zu schwankend um konstant Punkte einzufahren. Gerade zu Hause enttäuschten die Werderaner mit nur zwei Siegen. Andrecht hofft, dass es in der Rückserie besser läuft und setzt seine Hoffnungen bereits auf die kommende Saison. Dann kommen einige hoffnungsvolle Talente aus der A-Jugend in den Herrenbereich herauf. Deshalb sieht er die Rückrunde auch als eine Art Neuaufbau an.

SG Escherode/Uschlag

Nicht ganz im Soll sieht Trainer Carsten Ernst seine Mannschaft im ersten Halbjahr. „Wir stehen zwar jenseits von Gut und Böse, aber trotzdem hätten es ein paar Punkte mehr sein können. Gerade auswärts lief bei uns nicht viel zusammen, da muss ich den Hebel ansetzen“, weiß der Trainer um die Schwachpunkte in seinem Team. Auch waren wieder einige Verletzungen zu beklagen, so dass Carsten Ernst auch einige Male wieder selbst die Schuhe schnüren musste. Das Ziel des ehrgeizigen Trainers ist es, am Ende der Saison Platz fünf zu erreichen. Das kann gelingen, die Mannschaft hat durchaus das Zeug dazu, aber angesichts des kleinen Kaders dürfen dem Trainer nicht wieder so viele Verletzungen einen Strich durch die Rechnung machen. Dann ist der fünfte Platz keine Illusion.

FSV Benterode

Ganz schlecht aus den Startlöchern kam diesmal der FSV Benterode. Große Personalprobleme kennzeichneten den holprigen Start. Teilweise nur zehn Spieler hatte Trainer Frank Freier bei den Spielen zur Verfügung. Doch nach und nach entspannte sich die Situation, und zum Ende der Hinrunde stellten sich auch die ersten Erfolge ein. „Leider war der Start mit den vielen Problemen ein großes Handicap, doch nachdem fast alle Spieler wieder zur Verfügung standen, hat die Mannschaft gezeigt was sie in der Lage ist zu leisten“, so Trainer Frank Freier. Er möchte in der Rückrunde so schnell wie möglich den Abstand nach unten vergrößern und am Ende möglichst auf Platz acht einlaufen. Verlassen hat den Verein Frederick Siebold, der zum TSV Heiligenrode gewechselt ist. Doch mit Rückkehrer Daniel Schneidler konnte man den Verlust einigermaßen auffangen.

TSV Hemeln

Der TSV Hemeln blieb weit hinter den eigenen Erwartungen zurück. Vor allen Dingen auswärts lief fast gar nichts zusammen. „Mit diesem Kader hatte ich eigentlich mehr erwartet, aber es ist wie schon in so vielen Jahren davor, wir spielen immer eine schlechte Hinrunde, das muss und soll sich in Zukunft ändern. Auch die 1:5-Klatsche gegen Niemetal hat sehr weh getan“, ist Trainer Michael Rudolph gar nicht zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Serie.

In der Tabelle will er mit seinem Team noch weiter nach oben, aber er weiß auch, dass der Abstand auf den ersten Abstiegsrang gerade einmal vier Punkte beträgt. So darf man die hintere Tabellenregion auf keinen Fall außer Acht lassen, denn sonst könnte es am Ende der Serie ein böses Erwachen geben.

FC Niemetal

Der FC Niemetal überwintert auf einem Abstiegsrang. Ganz so überraschend ist das nicht, war es doch das erklärte Ziel von Trainer Dennis Guse, den Klassenerhalt zu sichern. „Nach einem guten Start schlug dann das Verletzungspech gnadenlos zu. Wir mussten zum Teil mit Altherren- Spielern auflaufen. Besonders weh tut natürlich der Kreuzbandriss bei Jörg Friedrich“, klang Trainer Dennis Guse ziemlich frustriert.

Dennis Guse hofft nun, dass in der Rückrunde bis auf Friedrich wieder alle Spieler mit an Bord sind um im Kampf um den Klassenerhalt erfolgreich zu sein. Dabei kann er noch auf zwei neue Spieler zurück greifen. Tim Schrader, vom Dransfelder SC, schloss sich dem FC an und mit Florian Lange wurde ein lange verletzter Spieler reaktiviert. Das lässt ein wenig optimistischer in die Zukunft schauen.

Von Rüdiger Pietsch

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