1. Startseite
  2. Sport
  3. Fußball regional

Jesinghausen trifft doppelt: Korbach überrascht Anraff im Frauen-Derby

Erstellt:

Kommentare

Verbissener Einsatz: Julia Rothe (TSV Korbach) will Anraffs Marie Wiesemann partout nicht ziehen lassen; in der Mitte Tiana de Matos Martins.
Verbissener Einsatz: Julia Rothe (TSV Korbach) will Anraffs Marie Wiesemann partout nicht ziehen lassen; in der Mitte Tiana de Matos Martins. © malafo

Der Samstag war der Tag der Außenseiter in der Verbandsliga Nord der Fußballfrauen. In der Gruppenliga gab es aus Waldecker hingegen keinen Grund zur Freude.

Donnerwetter! Erst feierte der TSV Korbach am Samstag in der Verbandsliga einen nicht unbedingt erwarteten 2:1-Erfolg im Derby beim SV Anraff und nahm Revanche für die Niederlage im Finale des Waldecker Pokals. Dann entthronte die SG Landau/Wolfhagen mit einem 1:0-Sieg Tabellenführer SG Freiensteinau.

Eine Niederlage mit vier Gegentoren bezogen die Frauen-Gruppenligisten TSV Flechtdorf und VfR Volkmarsen. Eine davon war nach dem Spielverlauf aber vermeidbar.

Verbandsliga: Erster Sieg auf dem Platz für TSV

Anraff – Korbach 1:2 (0:1). Die Kreisstädterinnen holten ausgerechnet im Derby ihren ersten Sieg auf dem Platz; die drei Punkte gegen Gläserzell II hatten sie kampflos gewonnen. Anraff quittierte die dritte Niederlage in Folge – durchaus unglücklich. Anraff war besser in die Partie gekommen und vergab in der Anfangsphase mehrere gute Gelegenheiten zur Führung. „Das war schon sehr bitter, wir hatten wirklich einige große Chancen. Das Spiel hätte anders ausgehen müssen“, sagte enttäuscht Trainer Stefan Bischof. Er zeigte sich als fairer Verlierer: „Glückwunsch an Korbach: Sie haben ihre Chancen genutzt und damit verdient gewonnen“

Sein Kollege Lutz Forth widersprach dem Anraffer Übungsleiter nicht grundlegend. „Ich bin sehr zufrieden mit meiner Mannschaft. Anraff hatte zwar gute Möglichkeiten, aber wir standen gut und haben unsere Chancen konsequent genutzt“, gab der TSV-Trainer zu Protokoll. Die Führung für Korbach besorgte Carina Jesinghausen nach einem Konter (39.). Dieselbe Spielerin erhöhte nach schöner Vorarbeit von Carolina Martins auf 2:0 für die Gäste (51.). Zwar verkürzte Daniela Wende mit einer prima Einzelleistung (72.), doch mehr sprang für Anraff nicht heraus.

Mareike Kloppmann mit dem goldenen Tor für Landau

Landau/Wolfhagen – Freiensteinau 1:0 (0:0). Die Gastgeberinnen gewannen verdient gegen einen Gegner, der bis zu dieser Partie seine Begegnungen durchweg gewonnen hatte, und verbuchte nach zuletzt zwei Niederlagen einen Befreiungsschlag. Vor der Pause sahen die Zuschauer ein Spiel ohne nennenswerte Torchancen.

Nach Wiederbeginn wurde Landau/Wolfhagen stärker, Sarah Schütz vergab die erste gute Möglichkeit (55.). Zwölf Minuten später setzte sie einen Kopfball nach Flanke von Franziska Klug knapp über das Tor (67.). So war es Mareike Kloppmann, die den Treffer des Tages besorgte: Nach Foul an Klug verwandelte Kloppmann den fälligen Elfmeter (74.). „Einsatzbereitschaft, Moral und Kampf: Alles hat gestimmt heute. Wir haben es heute einfach mehr gewollt als der Gegner“, freute sich SG-Betreuer Erich Herbold über den unerwarteten „Dreier“.

Gruppenliga: Flechtdorf kratzt am Ausgleich, aber verliert 1:4

Flechtdorf – Wilhelmshöhe 1:4 (0:2). Das Ergebnis fiel deutlich zu hoch aus, Flechtdorf spielte über 90 Minuten auf Augenhöhe. „Leider haben wir es uns mit individuellen Fehlern selbst schwer gemacht und so die Tore kassiert“, sagte TSV-Trainer Michael Kahl, der seiner Elf spielerisch und kämpferisch keinen Vorwurf machen konnte.

Zunächst trafen Lisa Döring (26.) und Kathrin Dittmar (38.) für Wilhelmshöhe. In der zweiten Halbzeit war Flechtdorf klar besser, Carina Bangert besorgte den Anschluss (47.), doch erneut Döring (83.) und Natalie Nehring (90.) machten den Deckel drauf.

Kammerbach – Volkmarsen 4:0 (0:0). „In der ersten Halbzeit haben wir noch gut dagegengehalten, nach dem Seitenwechsel hat die TSG ihre Chancen dann konsequent genutzt“, berichtete VfR-Coach Martin Funke nach einem hochverdienten Kammerbacher Erfolg. Volkmarsens überragende Torhüterin Kira Blömeke zeigte bereits vor der Pause mehrere Glanzparaden. Danach wurde der Druck der Heimelf noch größer. Hanna Thomas (50., 79.), Paula Stöhr (81.) und Emily Thomas (90.) trafen für Kammerbach. Die besten Chancen für Volkmarsen vergab Neele Fischer (43., 75.). (Raphael Menkel)

Auch interessant

Kommentare