Turnier in Scheden

Brandneuer Pokal geht in Niemetaler Hände

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Jubel im Regen: FC Niemetals Kapitän Felix Schäfer stemmt den neuen Siegerpokal vor seinen Mannschaftskameraden in die Höhe. 

Scheden – Pokalturniers der Samtgemeinde Dransfeld hatte sich der Himmel verdunkelt. Doch die Mienen der Niemetaler Fußballer hätten nicht strahlender sein können.

Mit ihrem Turniersieg lösten sie den zuvor dreimal in Serie erfolgreichen DSC Dransfeld ab. Im abschließenden Spiel auf dem glänzend gepflegten Rasen in Scheden verloren die Dransfelder gegen den FC Niemetal mit 0:1, der damit als einziger Verein auch seine dritte Partie gewann. 

Alles Anrennen des DSC nutzte nichts, da es im Angriff zu wenig Durchschlagskraft zu verzeichnen gab. Zudem unterlief dem Kreisliga-Aufsteiger, der unter anderem auf Benjamin Mielenhausen verzichten musste, mit einem katastrophalen Rückpass, der beim Gegner landete, der entscheidende Fehler. Niemetals Jannis Riemenschneider erlief sich in der 44. Minute das Leder und schloss erfolgreich ab. Dieses 1:0 brachte der FCN mit letzter Kraft über die Zeit und Trainer Sebastian Gundelach meinte: „Nach unserer Trainingseinheit am Abend zuvor, die 2:15 Stunden dauerte, hätte ich heute keinen Sieg erwartet. 

Aber die Jungs haben wieder einmal ihren Charakter gezeigt!“ Letztlich durfte Mannschaftskapitän Felix Schäfer im Gewitterregen den von der Samtgemeinde gestifteten und durch Vize-Bürgermeister Karsten Beuermann überreichten Pokal schwenken. Die beeindruckende Trophäe soll fortan als Wanderpokal weitergegeben werden. Die Gewinner werden auf dem Sockel vermerkt.

Im vergangenen Jahr war das Traditionsturnier aufgrund einiger Querelen ausgefallen. In Scheden schien es, als würden die Spieler froh sein, dass der Ball wieder rollte. „Für mich war das Samtgemeindeturnier immer ein wichtiger Termin, der auch Spaß macht“, sagte beispielsweise Niemetals Spieler Dennis Schob, dem Trainer Sebastian Gundelach neues Selbstvertrauen eingeimpft hat.

Turnier-Mitorganisator Thomas Grünewald bemerkte, dass die Stimmung am Rande des Spielfeldes immer besser werde: „Das kann auch daran liegen, dass alle vier teilnehmenden Vereine im Jugendbereich durch die JSG Hoher Hagen verbunden sind und mittlerweile alle Mannschaften Spieler in ihren Reihen haben, die sich aus dem Nachwuchs gut kennen. Am deutlichsten machte in Scheden der Niemetaler Jungspund Fynn-Ole Dreyer auf sich aufmerksam. Er erzielte gegen die SG Bühren/Scheden alle drei Treffer.

Ausgerechnet diese klare 0:3-Niederlage wertete SG-Trainer Ralf Bensch, der diesmal allein an der Seitenlinie stand (Danny Willert war im Urlaub) als „unser bestes Turnierspiel“. Leider habe man die eigenen Chancen nicht verwertet und konnte den jungen Dreyer nicht in den Griff bekommen.

Die Gastgeber mussten im vorletzten Turnierspiel bei noch hohen Temperaturen kämpfen, ehe der 3:2-Sieg gegen den TSV Jühnde feststand. Die SG Bühren/Scheden hätte sich allerdings bei besserer Chancenverwertung das Zittern nach dem Anschlusstreffer durch TSV-Neuzugang Thorben Held (87.) ersparen können. Zuvor hatten die SGer Kecker, Fischer und Lux sowie Jühndes Hirsch getroffen. Der TSV Jühnde hielt mit Steffen Schob auf der Sechs in allen drei Partien gut mit und ist 2020 der nächste Turnier-Gastgeber.

Abschlusstabelle1. FC Niemetal 7:2 9 2. Bühren/Scheden 6:7 6 3. TSV Jühnde 5:7 1 4. DSC Dransfeld 3:5 1

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