Kreuzbandriss bestätigt

Déjà-vu-Erlebnis für Werratals Torjäger Wagner

Das große Verletzungspech soll die Fußballer der SG Werratal in der Kreisliga nicht aufhalten. Trotzdem ist vor allem der Ausfall von Stürmer Ruslan Wagner äußerst bitter.

Für die vor Saisonbeginn hoch gelobten Fußballer der SG Werratal gab es nach dem 0:5 beim RSV 05 Göttingen viel Kritik. Doch auf lange Frist könnte der Ausfall von zwei Top-Leistungsträgern wirklich Grund zur Sorge geben. Bitter ist vor allem, dass sich die Knieverletzung von Torjäger Ruslan Wagner tatsächlich als Riss des vorderen Kreuzbandes herausgestellt hat. Der 28-Jährige war im Gespräch mit die HNA auch entsprechend bedient.

„Für mich ist jetzt schon eine Welt zusammengebrochen, zumal die erste Diagnose vor ein paar Wochen noch sagte, dass alles nicht so schlimm sei“, erzählt Wagner. Im Spitzenspiel bei Tabellenführer SV Rotenberg am 30. September passierte das Unglück: „Ich selbst weiß kaum etwas davon“, sagt Wagner. „Mitspieler haben mir erzählt, dass ich mit dem gegnerischen Torwart zusammengerasselt bin.“ Ruslan Wagner hatte in den folgenden Wochen aber schon wieder positiv gedacht und einen Comeback-Termin ins Auge gefasst – bis zum folgenden MRT-Termin. Die Aufnahmen aus der Röhre zeigten deutlich einen Kreuzbandschaden und sogar weitere Verletzungen. Am gestrigen Mittwoch wurde der 13-fache Saisontorschütze in Göttingen operiert.

Das Ganze ist auch für die SG Werratal ein Déjà-vu-Erlebnis: Vor rund drei Jahren, in der Saison 2014/15, schien Ruslan Wagner den damaligen Bezirksligisten in Richtung Landesliga-Aufstieg zu schießen. Wagner erzielte 21 Tore in den ersten 15 Saisonspielen, doch eine Oberschenkelverletzung, die er sich sogar im Training zugezogen hatte, setzte ihn außer Gefecht. Die Folge: Der SCW Göttingen wurde recht locker Meister, mit großem Vorsprung auf den Vize aus dem Werratal.

In der aktuellen Kreisligasaison würde der 2. Platz am Ende sogar für den Aufstieg genügen. „Ich bin sicher, dass die Mannschaft das schafft“, drückt Wagner die Daumen.

Doch Trainer Alexander Winter musste zuletzt auf weitere Leistungsträger verzichten: Stürmer Kai Armbrust fehlte berufsbedingt, Innenverteidiger Bastian Grieben ist weiterhin verletzt und Winters Sohn Fabian wurde in dieser Woche an der Schulter operiert, nachdem sein Rückkehrversuch im Training gescheitert war. Nicht zuletzt muss Winter mit Hendrik Suslik auf einen der besten Außenbahnspieler der Liga verzichten. Er hatte sich im Derby gegen Türkgücü bei einem Kopfballduell mehrere Brüche im Kopfbereich zugezogen. Für ihn stehe jetzt der Abschluss seines Lehramtsstudiums im Vordergrund. Auch Spielmacher Frederik Köhler wird erst wieder an die Mannschaft herangeführt. Und so erscheint die im Sommer mit großem Aufwand zusammengestellte Truppe plötzlich deutlich geschwächt.

Trotzdem steht der zweite Tabellenplatz zu Buche. Pleiten wie das 0:5 in Geismar sollte auch der aktuelle Kader vermeiden können. Somit ist am Sonntag das Ziel klar definiert: ein Heimsieg gegen den TSV Groß Schneen. Damit die SG oben dran bleibt.

Rubriklistenbild: © Manuel Brandenstein

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