1. Fußball-Kreisklasse Süd

FC Niemetal und Dransfelder SC im Sturm zu harmlos

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Ungenutzte Standardsituation: Philip Gadzikowski schießt einen Freistoß über die Dransfelder Mauer und letztlich auch über das gegnerische Tor.

Imbsen. Zumindest für den Kassierer des FC Niemetal entpuppte sich das Spiel der 1. Fußball-Kreisklasse Süd gegen den DSC zu einem Festtag. 

Spielerisch hingegen war das Duell, das 0:0 endete, trocken wie der von der Hitze ausgemergelte Sportplatz.

Das Geläuf, das mittlerweile einem Ascheplatz nahe kommt, dürfte demnächst einer Totalsanierung entgegensehen. Ganz so drastisch müssen die Fußballvereine im Untergericht nicht umgekrempelt werden. Sie boten zumindest einen engagierten Kampf – den Rest verhinderten zwei sichere Torhüter.

Rund 300 Zuschauer hatten sich teilweise zu Fuß und auf Fahrrädern eingefunden. Eine Kulisse, die es schon lange nicht mehr gegeben hatte. Stimmung kam aber weniger bei den überschaubaren Torchancen als bei den teilweise sehr robust geführten Zweikämpfen auf. Die größte Resonanz erhielt Niemetals Spielertrainer Sebastian Gundelach bei einer rigoros durchgezogenen Grätsche direkt vor den mit FC-Schals ausgestatteten Heimfans. „Letztlich war es gut, dass wir trotz vieler Nickeligkeiten hier ruhig geblieben sind“, meinte später Dransfelds Trainer Helmut Rehbock. Das konnte Sebastian Gundelach nur ein freches „willkommen beim Derby“ entlocken. Letztlich sei es aber kein hartes Spiel gewesen.

Seine Mannschaft war taktisch auf die deutlich erfahreneren Gäste gut eingestellt. Gundelach kümmerte sich als Innenverteidiger selbst um Dransfelds beste Waffe: Benjamin Mielenhausen. So kam der DSCer zu keinem einzigen gefährlichen Abschluss. Eigentlich hatte er aufgrund einer leichten Verletzung auf der Bank platznehmen sollen. Aber Sturmkollege Ahmad Salou hatte sich beim Warmmachen offensichtlich verletzt und verpasste damit auch das Duell gegen seinen Bruder Youssef.

Die aggressive Niemetaler Spielweise hinterließ Wirkung. „Wir haben uns etwas den Schneid abkaufen lassen“, stellte Rehbock fest. Allerdings sei auf dem Platz auch keinerlei Kombinationsspiel möglich gewesen. Und so versuchte es seine Mannschaft immer wieder mit hohen Bällen auf Benjamin Mielenhausen. Alternativen wurden zu selten gesucht. Gefährlich wurde der DSC nur bei Standards, die Torhüter Dennis Nickel aber allesamt entschärfte.

Auf der anderen Seite kam ins Niemetaler Spiel zumindest nach der Einwechslung von Erkan Beyazit etwas mehr Schwung. Jetzt schienen die jungen Niemetaler sogar an einen Sieg zu glauben. Die beste Möglichkeit hatte Beyazit selbst, als er einen 15-Meter-Schuss knapp über den Kasten setzte. „Letztlich hätten beide Mannschaften heute gewinnen können, sodass das Ergebnis für mich in Ordnung geht“, meinte Sebastian Gundelach. Für den DSC, der an der Tabellenspitze mitspielen will, war das 0:0 sicher etwas ärgerlicher. FC Niemetal: Nickel – Bolse, Gundelach, Salou, Schäfer – Treger, Krause, Wolny, Gerelt – Gadzikowski – Riemenschneider. Eingewechselt: Beyazit, Quentin. DSC Dransfeld: Wolter – Worbs, D. Eilers, St. Schob, Marczak – Ilse, Peschke, S. Mielenhausen, Aigboboh – Spillner – B. Mielenhausen. Eingewechselt: Vasiljevic, Diel, D. Schob.

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