Fußball

Jahn Hemeln hadert mit Spielabbruch - Sieboldshausen kündigt Konsequenzen an

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Tobias Kühne

Hemeln. Geschockt zeigten sich die Hemelner Fußballer auch einen Tag nach dem Spielabbruch gegen Sieboldshausen. „Das ist wirklich schlimm, wenn man so etwas miterleben muss“, meint auch der Fußballspartenleiter Tobias Kühne.

Was ihn vor allem ärgert: Aufgrund der Gewaltszenen mit Schlägen und Tritten gegen einen Hemelner Zuschauer sei die tolle sportliche Leistung völlig in den Hintergrund getreten. Hemeln hatte durch Sebastian Kühne (3) und Tim Olesch 4:0 geführt. „Wir hätten diesen ersten Saisonsieg für unser Selbstvertrauen wirklich gut gebrauchen können“, so Kühne weiter. Jetzt muss der TSV wochenlang auf die Entscheidung des Fußballkreises in puncto Spielwertung warten.

Unterdessen machen sich die Verantwortlichen beim SV Sieboldshausen ernsthafte Gedanken. Spartenleiter Sven-Lars Heinemann kündigte Konsequenzen an und meinte: „Ich war am Sonntagabend ebenfalls fix und alle!“ Zu dem Gerücht, dass der SV in jüngerer Vergangenheit bereits einige Spieler aus dem Team geworfen habe, wollte er sich nicht äußern. Fest steht, dass einige Spieler des SVS erst im Juni beim Spiel in Jühnde sehr unangenehm aufgefallen waren. Die damals vom Platz gestellten Akteure gehörten am Sonntag aber wohl nicht mehr zum Kader.

Der SV Sieboldshausen befindet sich wie viele andere kleine Vereine in einer Art Zwickmühle: Für eine selbstständige Mannschaft hat man eigentlich nicht mehr die ausreichende Zahl an Spielern. Also wird jeder Strohhalm ergriffen und es kommen auch Akteure in den Verein, die man charakterlich kaum einschätzen kann. Heinemann: „Wir waren kurz vor dem Rückzug, und ohne die Neuen hätte es keinen Männerfußball mehr in Sieboldshausen gegeben.“ 

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