FC Niemetal feiert nach 4:0 gegen TSV Jühnde wie in der Champions League / Abschied für Meier

Konfettiparade für den Meister

FC Niemetal, Meister der 2. Kreisklasse D: Hinten von links Kapitän Alexander Schoß, Betreuer Jörg Meier, Nils Henze, Philipp Hartmann, Manuel Gerelt, Karsten Meier, Florian Lange, Youssef Salou, Marcel Mechmershausen, Clemens Bolse, Ali Jaafar, Trainer Sebastian Gundelach, (vorne von links) Thomas Szatmari, Felix Schäfer, Daniel Treger, Dennis Kleinhans, Timo Kleinhans, Dennis Nickel, Philipp Schlöder, Niko Krause, Maximilian Siegmann und Janos Jenssen. Foto: Brandenstein

Imbsen. Freude, Tränen und nicht zuletzt handwerkliches Geschick machten das letzte Saisonspiel des FC Niemetal zu einer Meisterfeier der besonderen Art. Ein selbstgezimmerter Triumphbogen in den Vereinsfarben verdeutlichte jedem in Imbsen, wer in diesem Jahr die beste Mannschaft der 2. Kreisklasse D war – der FC Niemetal.

Das abschließende Spiel gegen den TSV Jühnde geriet angesichts des schon im Vorfeld feststehenden Aufstiegs fast zur Nebensache. Mit 4:0 (2:0) war es eine klare Angelegenheit für die Gastgeber. Die fingen zehn Minuten nach dem Abpfiff erneut an, wild umherzuspringen. Nach drei Böllerschüssen feuerten im Internet gekaufte Konfettikanonen goldene und grüne Schnipsel in die Luft; die eigens aufgebaute Musikanlage lieferte dazu den passenden Sound. Erster Gratulant war Staffelleiter Manfred Förster. „Schade, dass ich euch jetzt nicht mehr pfeifen darf; ihr habt tollen Fußball gezeigt“, meinte er und überreichte Mannschaftskapitän Alexander Schoß die Auszeichnung des Fußballkreises Göttingen-Osterode.

Trainer Sebastian Gundelach erhielt von allen Seiten großes Lob. Der ehemalige Drittligaspieler wollte das lieber an seine Schützlinge weitergeben: „Vor zwei Jahren waren wir hier ein zusammengewürfelter Haufen und haben uns jetzt zu einer tollen Mannschaft entwickelt.“ Ob diese auch in der 1. Kreisklasse mithalten könne, wisse er nicht. „Für uns wird das eine Wundertüte, aber die Neuzugänge werden weiterhin sehr jung sein“, so Gundelach.

Apropos Alter: Der FC Niemetal hätte im Spiel gegen Jühnde ein Durchschnittsalter von knapp 22 Jahren gehabt, wenn – ja, wenn nicht ein 45-Jähriger mitgespielt hätte. Mit einem Augenzwinkern registrierte Oldie Karsten Meier seine Ausnahmestellung im Team. „Wenn man den Schnitt gleich um zwei Jahre hebt, sollte man aufhören“, meinte er. Meier erhielt mit dem Aufstieg, zu dem er als Mittelfeldspieler gehörig beigetragen hatte, einen gelungenen Abschied. „Mittlerweile fällt es mir leichter, Platz zu machen, da wir uns mit unseren jungen Spielern in eine gute Richtung bewegen“, betonte Meier, der zugleich Vereinsvorsitzender ist.

Weitaus schwieriger sieht die Lage für den TSV Jühnde aus, der am Sonntag noch mal ran muss und um den Klassenerhalt kämpft. Spielertrainer Rayk Lebe gab nach dem 0:4 seinen bevorstehenden Abschied bekannt.

Tore: 1:0 Treger (19.), 2:0 Schoß (28.), 3:0 Meier (56./FE), 4:0 Jaafar (90.).

Von Manuel Brandenstein

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