Mündener Kreisligist feiert zwei Siege

SG Werratal: Traumtor und Verwirrung um ein Handspiel

Hedemünden. Das erste Heimspielwochenende der Saison kann Fußball-Kreisligist SG Werratal  als Erfolg verbuchen.

Allerdings sahen die jeweils rund 150 Zuschauer auch, dass das Unternehmen Meisterschaft kein Spaziergang werden dürfte. Besonders am Freitagabend gegen die SG Landolfshausen/Seulingen II ging es recht eng zu.

SG Werratal - SG Landolfshausen/Seulingen II 4:2 (1:1). Obwohl der entscheidende vierte Treffer erst in der Schlussminute fiel, wollte SG-Trainer Alexander Winter nicht von einem Stück harter Arbeit sprechen. „Eher haben wir uns selbst das Leben schwer gemacht. Besonders durch individuelle Fehler“, meinte der Coach. Dazu gehörte auch, dass die Gastgeber zu oft ihre spielerische Linie verließen und es mit der Brechstange versuchten. Ein Ballverlust brachte die SG sogar in Rückstand. Allerdings schlug der Favorit kurz vor und unmittelbar nach der Pause eiskalt zu. Kai Armbrusts Treffer zum 3:1 wenig später schien die Gemüter endgültig zu beruhigen, doch nach dem Anschlusstor wurde es noch mal eng. Eine positive Belebung erhielt das Spiel nach Winters Worten nach der Pause durch den Tausch des guten Kevin Camara von der Sechserposition auf den linken Flügel. Marc Glatter übernahm fortan seinen Posten.

SG Werratal: Rippe - Wasmuth, Thüne, Salman - Camara, Grieben (62. Buhre) - Wallner, Wagner, Glatter - Fromm (83. Berthold), Armbrust (71. Beckel).

Tore: 0:1 Münter (16.), 1:1 Wagner (44.), 2:1 Fromm (46.), 3:1 Armbrust (53.), 3:2 Hübenthal (68.), 4:2 Glatter (90.).

SG Werratal - SV Eintracht Hahle 3:0 (1:0). Die Gäste aus Gieboldehausen, Rollshausen und Obernfeld erweckten zunächst den Eindruck, als ob sie sich viel vorgenommen hätten. Schon nach wenigen Sekunden hatte Niklas Gödecke die Führung auf dem Fuß, zielte aber knapp vorbei. Das sollte bereits die beste Chance der Gäste im gesamten Spiel sein. Denn danach bestimmten die Gastgeber deutlich das Geschehen. Höhepunkt der ersten Halbzeit war ein langer Pass von Mirko Wasmuth in Marc Glatters Lauf, der mit einem Lupfer über den Keeper zum 1:0 abschloss.

Kuriose Szenen nach der Pause: Zunächst erzielt Glatter per Direktabnahme ein Traumtor. Nur 60 Sekunden später nimmt ein Gästespieler im eigenen Strafraum plötzlich den Ball in die Hand, weil er bei Kevin Camaras Hereingabe den Ball bereits im Toraus gesehen hatte. Eine Reaktion des Schiedsrichters war aber ausgeblieben, auch wenn die Eichsfelder beteuerten, dass zumindest der Assistent Toraus angezeigt habe. So gab es also einen Strafstoß für die Werrataler, den Camara aber vergab. Hahle schlüpfte fortan immer mehr in die Statistenrolle. Gefahr für das Werrataler Tor kam nicht mehr auf. Da sich die Gastgeber angesichts des zweiten Spiels binnen drei Tagen und den hohen Temperaturen auch nicht verausgabten, blieb der Unterhaltungswert überschaubar. Glanzpunkte setzte nur noch Ruslan Wagner. Unter anderem, als er mit einem Solo zum 3:0 die gesamte Gästeabwehr narrte. „Wir können das Spiel natürlich noch schneller machen“, meinte Trainer Alexander Winter, „aber wir haben heute weitaus weniger Fehler als am Freitag gemacht. Das hat mir schon sehr gut gefallen.“

SG Werratal: Rippe - Thüne, Grieben, Beckel - Buhre, Wasmuth - Camara, Wagner, Suslik (61. Wallner) - Glatter (82. Bornemann), Armbrust (66. Fromm).

Tore: 1:0 Glatter (8.), 2:0 Glatter (47.), 3:0 Wagner (61.).

Bes. Vork.: Torhüter Rittmeier hält Handelfmeter von Camara.

Rubriklistenbild: © Manuel Brandenstein

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