1. FC Werder: Mannschaft lehnt geplante Entlassung ab / „Altstars“ helfen

Spieler des FC Werder Münden stehen trotz Misere zu Trainer Trapp

Jürgen Tölle

Hann. Münden. Der 1. FC Werder Münden steht nach der ersten Halbserie so schwach da wie nie: Nur fünf Punkte auf dem Konto und der letzte Tabellenplatz stehen in der 1. Kreisklasse-Süd zu Buche.

Spielertrainer Michael Trapp wird das Team aber auch weiterhin führen. Das ergaben interne Diskussionen, die allerdings zur Folge haben, dass der erst im November als Spartenleiter eingesetzte Ivo Bujadilovic nicht mehr zur Verfügung steht.

Eigentlich hatte sich Vereinsvorsitzender Jürgen Tölle gefreut, dass er das Tagesgeschäft endlich abgeben konnte. Jetzt sagt er: „Ich bin total enttäuscht, dass es nicht länger funktioniert hat. Ich habe Ivo aber inständig gebeten, einen Weg nur dann einzuschlagen, wenn alle ihn mitgehen wollen.“ Dieser Weg sollte künftig ohne Michael Trapp gegangen werden.

Doch die Mehrzahl der Spieler stellte sich angeblich quer. Sie kündigten sogar an, sich im Fall einer Trainerentlassung abmelden zu wollen. Übrig geblieben wäre wohl eine Handvoll Spieler der 1. Mannschaft. Gemeinsam mit der 2. Mannschaft hätte man bis zum Saisonende durchhalten müssen, um dann einen Neuaufbau zu bewerkstelligen. „Dafür gab es aus Spielerkreisen auch schon positive Signale“, berichtet Bujadilovic, der offensichtlich schon seine Kontakte aktiviert hatte, nun aber zurückgetreten ist.

Werder hat sich also entschlossen, (fast) alles beim Alten zu belassen. Allerdings erhält Michael Trapp, der auch das Tor der Mannschaft hütet, nun Unterstützung. Türkgücüs Ex-Trainer Stipo Ivandic steht wieder als Spieler zur Verfügung, und Peter Kolbe will sich ebenfalls einbringen. „Ob ich aber auch Spiele, weiß ich noch nicht“, sagt der Routinier. Laut seiner Aussage werden auch die „Altstars“ Stefan Dernbach, Munir Hajrovic und Andreas Keil wieder zur 1. Mannschaft stoßen. Im Gegenzug sollen einige jüngere in die Zweite wechseln. „Ich glaube schon, dass es so weitaus besser als in der Hinserie laufen wird“, meint Peter Kolbe. Er ist wie Jürgen Tölle erst mal froh, dass es bei Werder überhaupt weiter geht.

Von Manuel Brandenstein

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