So oft wie Brian Krech (FC Niemetal) trifft im Altkreis Münden derzeit niemand

40 Tore sind sein Ziel

Torfabrik: Brian Krech ist ein Glücksfall für den FC Niemetal. Foto: Schröter

Imbsen. Fast hätte Brian Krech den FC Niemetal nach dem verpassten Aufstieg in die 1. Kreisklasse verlassen. Doch der neue Trainer Sebastian Gundelach überredete ihn zu bleiben. Unter anderem mit dem Versprechen, ihn wieder häufiger im Sturm einzusetzen.

Dieser Vorschlag zog. Mittlerweile führt Krech sogar mit großem Vorsprung die Torjägerliste der 2. Kreisklasse D an. Der 31-Jährige ist offenbar in seinem x-ten Frühling. Wir haben einige Fakten zusammengetragen:

Überragende Quote

Eigentlich hatte Brian Krech damit aufgehört, seine Tore zu zählen. Doch in diesem Jahr ist das anders. 19 Treffer stehen für ihn auf dem Internet-Portal „fussball.de“ zu Buche. Der Routinier weiß es aber besser. „Da sind vier Tore noch nicht erfasst“, sagt er bestimmt. In dieser Saison hat Krech eine Wette mit Teamkollege Began Krasniqi laufen, dass er am Saisonende auf 40 Treffer kommt. Bei aktuell 23 nach der ersten Saisonhälfte ist das durchaus drin. Prinzipiell sagt Krech über seine Trefferflut: Ohne die guten Mitspieler wäre das niemals möglich.“

Hartes programm

Sein Trainer Sebastian Gundelach meint: „Brian ist in überragender Form, setzt sich für die Truppe unheimlich ein und hat sich auch als Führungsspieler weiter entwickelt.“ Krech hat im Sommer extrem an seiner Fitneß gearbeitet und dabei sieben Kilo abgespeckt. Mittlerweile gehört er zu den trainingsfleißigsten Akteuren im Kader.

Zerplatzte Träume

In der Jugend spielte Brian Krech für Göttingen 05 in der Nachwuchs-Bundesliga. Danach wechselte er zu Oberligist Einbeck und hoffte 2005 bei Dynamo Berlin auf den Einstieg in den Profifußball. „Darauf hatte ich immer hingearbeitet, aber es kam ja anders“, so Krech. Die Berliner stellten einen Herzfehler fest, das erhoffte Engagement platzte, und Krech musste sich fortan aus gesundheitlichen Gründen im sportlichen Bereich stark zurücknehmen.

Familiäre Bindungen

„Ich hatte im Sommer viele Angebote, aber mir hat es beim FC Niemetal halt gefallen“, sagt Krech. Außerdem: Praktischerweise wohnt seine Mutter im benachbarten Barterode. Dort gibt es vor den Heimspielen immer ein gemeinsames Essen. Apropos Familie: Mit seiner Ehefrau, die er schon als 22-Jähriger heiratete und den beiden Töchtern wohnt er in Groß Ellershausen. Auch innerhalb der Mannschaft gibt es eine Verbindung: Krech lotste seinen Schwager Tim Lux zum FCN. Auch der hat viel zum zweiten Tabellenplatz beigetragen. Lux traf bislang trotz einer längeren Verletzungspause neunmal. Krechs Vater Bernd stürmte übrigens in der 2. Liga für Göttingen und Baunatal, sein Onkel Markus für 05 und Eintracht Braunschweig.

Blick nach vorn

Die Stimmung innerhalb der Mannschaft des FC Niemetal ist in diesem Jahr deutlich besser als zuvor. Das bestätigt auch Brian Krech: „Alle verstehen sich perfekt und auch die Disziplin ist jetzt eine andere.“ Brian Krech würde gerne nochmal aufsteigen. Am liebsten mit dem FC Niemetal. Sein Trainer tritt allerdings auf die Bremse: „Gimte und auch die Speeler haben uns in diesem Jahr noch einiges voraus.“ Was die Konkurrenz aber nicht hat, ist ein Stürmer wie Brian Krech.

Von Manuel Brandenstein

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