Nach dem ersten Saisonviertel

Tuspo Gimte im Abstiegskampf

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Probleme in der Hintermannschaft: Auch diese Hagenberger Flanke kön nen die Gimter nicht sauber klären. Rechts Torhüter Philip Schmand, links im Hintergrund Marvin Rusteberg. 

Hann. Münden – Wo führt der Weg des Tuspo Gimte hin? Diese Frage dürften derzeit viele mit einem sorgenvollen Blick beantworten. Nach dem ersten Saisonviertel sieht es trübe aus. Und zwar nicht nur aufgrund des 1:2 (1:0)  gegen GW Hagenberg. 

Muss sich der Bezirksliga-Absteiger tatsächlich auch eine Klasse tiefer auf den Abstiegskampf einstellen? Das scheint nach dem vierten erfolglosen Versuch, einen Heimsieg einzufahren, schon jetzt festzustehen. Auch Trainer Dzevad Gracic widerspricht da nicht mehr. Eigentlich wollte er mit dem jungen Team einen Schritt nach vorn machen und im oberen Tabellendrittel mitmischen. Doch seine Jungs scheinen den Sprung von der Jugend zu den Männern noch immer nicht komplett geschafft zu haben. Gegen Hagenberg, das zwar als Tabellendritter anreiste, aber angesichts einer ebenfalls dürftigen spielerischen Leistung nur bedingt überzeugte, fiel auf Gimter Seite vor allem das schwache Zweikampfverhalten ins Gewicht.

Zudem setzten die Platzherren fast ausschließlich auf Konterfußball, der wieder einmal am Ende aufgrund individueller Fehler nicht von Erfolg gekrönt war. Als Konsequenz lichten sich die Reihen auf der Tribüne immer mehr: Rund 40 Besucher dürften an der Kasse noch ihr Eintrittsgeld entrichtet haben.

Die, die gekommen waren, konnten zumindest eine Halbzeit lang auf den ersten Sieg für den Tabellenvorletzten hoffen. Zum zweiten Mal in dieser Saison lief nämlich Routinier Ervin Glogic auf und markierte gleich mal das 1:0. Sein Linksschuss aus 16 Metern fand irgendwie den Weg ins Tor (18.). „Da hatten wir Hagenberg eigentlich im Griff gehabt“, sagte Gracic später, „aber dann haben wir uns wieder einmal die Tore fast selbst reingemacht.“

Das 1:1 fiel aus einem direkt getreten Freistoß heraus, der letztlich im Torwarteck landete. Dort musste zum dritten Mal in Folge der junge Philip Schmand ran, nachdem sich der erfahrene Daniel Hartje krank gemeldet hatte. Womit wir bei dem Thema Notlösungen wären, auf die Dzevad Gracic immer öfter angewiesen ist: In der Innenverteidigung stellte sich mit Christopher Hayn nach Klapproths früher Verletzung ein gelernter Stürmer zur Verfügung, nachdem andere sich das offenbar nicht zugetraut hatten. Es funktionierte lange gut. Doch nach 72 Minuten rutschte dem Aushilfs-Verteidiger eine Freistoßflanke durch, und Jackie Weiss sagte Danke. Dieses 1:2 konnte Gimte nicht mehr aufholen. Am knappsten dran war noch Lennart Maar mit einem sehenswerten Linksschuss. Tuspo Gimte: Ph. Schmand – Kraft (84. Frroku), Rusteberg, Klapproth (21. Hayn), Hesske – Maar, Demirtas, Hasanovic, Özgen – Glogic – J. Schmand (79. Demircan). Tore: 1:0 Glogic (18.), 1:1 Krech (51.), 1:2 Weiss (72.).

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