Fußball-Kreisliga: Türkgücü Münden erzwingt gegen DSC in Unterzahl späten Ausgleich

Hektisches Derby endet 3:3

Wurde hart bekämpft: Jakub Swinarski (hier links gegen den überzeugenden Gerrit Bruns) fand aber doch eine Lücke.

Hann. Münden. Im Derby der Fußball-Kreisliga war der DSC Dransfeld nach dem 3:0 im Herbst auch im Rückspiel drauf und dran, gegen Türkgücü Münden einen Sieg einzufahren. In der Nachspielzeit setzte sich aber die Routine im Team der Gastgeber durch: Erol Saciri drehte sich im Strafraum in Sebastian Mielenhausen, es gab den Körperkontakt und der erhoffte Pfiff ertönte. Vom Elfmeterpunkt sicherte Vincenzo Buongiorno seinem Team den 3:3 (1:2)-Ausgleich.

„Er wollte diesen Elfer unbedingt und hat ihn eben bekommen. Klären müssen wir die Situation schon früher“, meinte Unglücksrabe Sebastian Mielenhausen. Dafür haderten auf der anderen Seite die Gastgeber mit der wenige Minuten zuvor gefallenen Dransfelder 3:2-Führung. Mehrere Spieler schworen Stein und Bein, dass Salous flach hereingegebener Eckstoß auf den kurzen Pfosten schon die Grundlinie ins Aus überschritten habe. Den strittigen Ball leitete Dransfelds Dennis Eilers geschickt per Hacke weiter, und letztlich beförderte Benjamin Mielenhausen das Leder ins Tor.

Türkgücü musste seine Felle nun endgültig davonschwimmen sehen. Und als auch noch DSC-Akteur Andreas Kreuz im Zweikampf direkt vor den Ersatzbänken hart gegen Oktay Seyit einstieg, kam es zu minutenlanger Rudelbildung auf und neben dem Platz, an der beide Seiten nicht unschuldig waren. Mit mehreren Gelben Karten brachte Schiedsrichter Oppermann wieder Ruhe unter die Streithähne.

Den Beginn der Partie hatte Dransfeld bestimmt und war nach einer Ecke doch in Rückstand geraten. Aber Sebastian Mielenhausens Linksschuss aus 20 Metern ließ den DSC erstmals Jubel. Der wurde noch lauter, als Jascha Marczak sich nach Noureddines Pass am linken Flügel durchsetzte und ins lange Eck zur Führung traf. Der DSC ballte vor Freude die Fäuste, musste aber eine Viertelstunde vor dem Abpfiff mitansehen, wie sein bis dahin gut bewachter Ex-Spieler Jakub Swinarski zum 2:2 einköpfte. Der Pole gab später zu: „Wir haben schon deutlich bessere Spiele gemacht, aber wir müssen zufrieden sein.“ Zumal der nach der Pause dominierende SV Türkgücü nach 78 Minuten mit einem Mann weniger auskommen musste. Ilhan Özcan hatte den durchgebrochenen Maczak gelegt und war mit Gelb-Rot noch gut bedient.

DSC-Spielertrainer Benjamin Mielenhausen meinte: „Wir haben in der ersten Halbzeit unheimlich viel investiert. Nach der Pause war Türkgücü klar besser, und wir konnten kaum noch für Entlastung sorgen.“

Zuschauermassen zog dieses Derby übrigens nicht an. Vielleicht knapp 100 hatten sich am Tag der Arbeit auf diese rustikale Veranstaltung am Rattwerder eingelassen.

Türkgücü Münden: Özgen – Ozcelik (61. Hamarat), Cihan (12. Demircan), Wasmuth, Seyit – Özcan, Polat, Buongiorno – Swinarski – Latifiahvaz, Saciri. DSC Dransfeld: Wolter – Worbs, Eilers, Schob, Wiesner – Bruns – S. Mielenhausen, Noureddine (70. Kreuz), B. Mielenhausen, Maczak – Salou. SR: Jan Oppermann (SV Bernshausen). Tore: 1:0 Latifiahvaz (11.), 1:1 S. Mielenhausen (20.), 1:2 Maczak (41.), 2:2 Swinarski (74.), 2:3 B. Mielenhausen (85.), 3:3 Buongiorno (90.+2). Gelb-Rote Karte: Özcan (78.).

Von Manuel Brandenstein

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.