Alexander Winters Team feiert Wiederaufstieg

Bilanz Fußball-Kreisliga Göttingen: Meister SG Werratal rückte früh zusammen

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Ausgelassene Freude: Die SG Werratal feierte die sofortige Rückkehr in die Bezirksliga. 

Der Jubel und die Begeisterung fanden in den vergangenen Wochen bei den Fußballern und den Fans der SG Werratal gar kein Ende.

Kein Wunder, feierte das Team von Trainer Alexander Winter nach dem Abstieg aus der Bezirksliga nur ein Jahr später doch nicht nur den direkten Wiederaufstieg, sondern mit unglaublichen zehn Punkten Vorsprung auf den ärgsten Verfolger SV Rotenberg auch den souveränen Titelgewinn in der Kreisliga.

„Ich freue mich wahnsinnig, dass wir unser vor der Saison ausgegebenes, ambitioniertes Ziel erreicht haben und uns nach nur einer Saison Abwesenheit im Bezirk zurückmelden“, ist Winter völlig zurecht stolz auf das Erreichte. Garant für den Erfolg war für ihn dabei eindeutig die Kadergröße. „Obwohl nach dem bitteren Abstieg in die Kreisliga außer wenigen Ausnahmen alle Mann – vor allem Leistungsträger wie Marc Glatter, André Thüne, Frederik Köhler und Hendrik Suslik – an Bord geblieben sind, wussten wir, dass wir Verstärkungen brauchten, wenn wir direkt wieder aufsteigen wollten“, sagt Winter. 

Als dann elf neue Spieler ihre Zusage gegeben hatten und man auf allen Positionen mindestens doppelt besetzt war, stand der Coach vor der schwierigen Aufgabe, aus diesem großen Haufen ambitionierter Jungs eine verschworene Gemeinschaft zu formen.

Jeder einzelne ist wichtig für die Mannschaft

„Nachdem ich viele Einzelgespräche geführt und jeden einzelnen Spieler davon überzeugt hatte, dass er wichtig für die Mannschaft und das gemeinsame Ziel ist, hatten wir eine tolle Saisonvorbereitung mit vielen außergewöhnlichen Maßnahmen, die uns immer enger zusammenrücken ließen“, erinnert sich Winter gerne an den Sommer 2018 zurück. 

Dann aber habe er zum Saisonauftakt beim mageren 1:1 beim VfB Südharz gemerkt, dass die Mannschaft Schwierigkeiten hatte, mit dem Druck des „aufsteigen Müssens“ umzugehen. „In diesem und in vielen darauf folgenden Spielen haben die Jungs nicht das abgerufen, was sie im Training gezeigt haben“, war er mit den Leistungen nicht immer zufrieden – auch wenn dem Südharz-Spiel acht Siege in Folge und der schnelle Sprung an die Tabellenspitze folgte.

Tiefpunkte: 0:5-Niederlage und sieben Verletzte

Das zwischenzeitliche 1:3 bei Mitabsteiger Rotenberg II und das indiskutable 0:5 wenig später beim RSV Göttingen 05 (Winter: „Das ging gar nicht!“) waren nur kleinere Nackenschläge. Viel schlimmer trafen die Werrataler die schweren Verletzungen von Ruslan Wagner (Kreuzbandriss) und Hendrik Suslik (mehrere Brüche im Gesicht), die für beide Leistungsträger das vorzeitige Saison-Aus bedeuteten. „Als wir dann zum Ende der Hinserie plötzlich sieben Verletzte zu beklagen hatten, zahlte sich die großzügige Kaderplanung aus“, sagt Winter. „In dieser Phase haben dann auch die anderen gezeigt, dass man sich hundertprozentig auf sie verlassen kann.“ 

Besonders stolz zeigt sich Winter dabei auf die Entwicklung von jungen Spielern wie Torwart Eric Wiegand, der ebenso mit herausragenden Leistungen geglänzt hat wie Abwehrspieler Janek Guthardt, Flügelflitzer Tom Bornemann und - mit Abstrichen – Defensivmann Hüssein Salman.

SG-Torschützen: Kai Armbrust 17, Leon Fromm 17, Ruslan Wagner 13, Marc Glatter 11, Cesur Yazici 7, Tom Bornemann 5, André Thüne 5, Kevin Camara 4, Mirco Wasmuth 4, Eric Wiegand 3, Frederik Köhler 2, Daniel Tissarek 2, Hüssein Salman 1, Hendrik Suslik 1, Dominik Wallner 1, Fabian Winter 1.

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