Vor dem Spitzenspiel der Fußballkreisliga: Interview mit DSC-Trainer Mielenhausen

„Würden Aufstieg annehmen“

Jubelpose: Benjamin Mielenhausen steht mit seinem DSC auf dem zweiten Tabellenplatz und kann am Sonntag sogar mit dem Spitzenreiter gleichziehen. Foto: Schröter

Dransfeld. Als Siebter der Saison-Abschlusstabelle 2014/15 war der DSC Dransfeld noch ein Paradebeispiel für das Wort Mittelmaß. Obwohl personell seither nahezu unverändert, hat sich bei den Hasenmelkern inzwischen einiges getan. Nicht nur der aktuell zweite Tabellenplatz, sondern vor allem die Art und Weise, wie der DSC in dieser Saison seine Spiele bestreitet, wissen zu überzeugen. Wir sprachen vor dem Spitzenspiel am Sonntag gegen Tabellenführer Groß Ellershausen/Hetjershasuen (14 Uhr, Dransfeld) mit Spielertrainer Benjamin Mielenhausen über die Gründe für den Aufschwung.

Herr Mielenhausen, warum läuft es in dieser Saison so viel besser für den DSC? Benjamin Mielenhausen: Ein Grund ist, dass wir unser System aus der Vorsaison gefestigt haben. Dann haben wir mit Daniel Hartje einen Klassetorwart dazubekommen, der uns so manchen Punkt gerettet hat. Außerdem konnten wir trotz des relativ kleinen Kaders Ausfälle gut kompensieren, weil unsere Einwechselspieler einen großen Schritt nach vorne gemacht haben und auch dann immer für gute Stimmung sorgen, wenn sie nicht spielen. Das alles hat letztlich dazu geführt, dass wir – anders als in der vergangenen Saison –- auch mal enge Spiele gewinnen. An welchen Stellschrauben haben Sie als Trainer gedreht? Mielenhausen: Wir hatten eine gute Saisonvorbereitung, in der wir die nötige Zeit hatten, unsere Abwehr-Viererkette noch mal von klein auf zu erarbeiten. Und dann haben wir weiter am Teamgeist und an der Moral gearbeitet, wobei uns besonders das Vorbereitungswochenende auf der Stolle geholfen hat. Wo sehen sie die größten Fortschritte? Mielenhausen: Wir sind insgesamt flexibler geworden. Hinten stehen wir etwas tiefer und damit sicherer, vorne sind wir in allen Bereichen torgefährlich. Ich denke, man kann sagen, dass wir insgesamt einen großen Schritt nach vorne gemacht haben. Wie weh tut das 1:6 vom vergangenen Sonntag in Bovenden? Mielenhausen: Dieses Spiel sollte man ausklammern. Natürlich ist es bitter, nach einer langen Erfolgsserie so hoch zu verlieren. Aber obwohl wir nicht so gut gespielt haben wie zuletzt, waren wir in der ersten Halbzeit das bessere Team und sind nur wegen des unglücklichen Rückstandes am Ende ausgespielt worden. Uns allen war aber klar, dass wir irgendwann auch wieder ein Spiel verlieren werden. Wie lautet beim Blick auf die Tabelle Ihr aktuelles Saisonziel? Mielenhausen: Das hat sich nicht geändert: Wir wollen besser sein als in der vergangenen Saison! Und was passiert, wenn der DSC am Ende tatsächlich den Aufstieg schaffen sollte? Mielenhausen: Das ist bei uns kein Thema, darüber mache ich mir noch überhaupt keine Gedanken. Die aktuelle Tabelle ist schließlich angesichts der Ausgeglichenheit in der Kreisliga nur eine Momentaufnahme. Das kann in zwei Wochen schon wieder ganz anders aussehen. Aber sollten wir es am Ende tatsächlich schaffen, dann würden wir den Aufstieg natürlich auch annehmen.

Von Per Schröter

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.