Neue Regel in der Fußball-Kreisliga gilt ab der Saison 2015/16

Nach jeder fünften Gelben wird künftig pausiert

Aufgepasst! Was in höheren Spielklassen schon seit längerer Zeit normal ist, gilt ab der bevorstehenden Saison 2015/2016 auch in der Fußball-Kreisliga Northeim/Einbeck. Nach jeder fünften gelben Karte müssen die Kicker ein Spiel aussetzen. Archivfoto: dpa

Northeim. Mit Beginn der Saison 2015/16 bekommt die gelbe Karte für die Fußballer in der Kreisliga eine noch größere Bedeutung.

Analog zu den höheren Klassen hat künftig auch in der Kreisliga Northeim/Einbeck jeder fünfte gelbe Karton oder ein Platzverweis mit einer gelb-roten Karte eine Sperre von einem Spiel zur Folge.

„Ich halte das für sinnvoll“, sagt Heinz Schwingel, Vorsitzender des Spielausschusses. Schwingel erhofft sich von dieser Maßnahme, die auf Verbandsebene für alle Kreisligen Niedersachsens beschlossen wurde, eine Verbesserung in puncto Fairness. „Wenn bislang ein Spieler in der 85. Minute mit Gelb-rot des Feldes verwiesen worden ist, war das eine relativ milde Bestrafung. Jetzt ist der betroffene Spieler für das nächste Meisterschaftsspiel gesperrt“, verdeutlicht Schwingel.

Rüdiger Warnke

Als ganz normalen Vorgang sieht Rüdiger Warnke, Trainer des FC Weser, diese Neuerung an. „Das erfordert etwas mehr Aufmerksamkeit von den Vereinen bei der Kontrolle der Statistik. Ansonsten dient die Sperre bei einigen Jungs vielleicht dazu, dass sie über ihre Spielweise nachdenken“, mutmaßt er.

„Weiß nicht, ob das nötig ist“

Sein Lindauer Kollege Thomas Widuch will das alles gelassen auf sich zukommen lassen. Der FC-Coach sieht allerdings einen kleinen Vorteil für Mannschaften mit einem großen Kader: „Wer mehr personelle Alternativen hat, kann schon mal taktisch aufstellen oder auswechseln. Grundsätz-lich gibt es aber nichts gegen diese Sperren einzuwenden. Da ist jeder Spieler für sich selbst verantwortlich.“

„Wenn es das schon in der vergangenen Saison gegeben hätte, wäre es für uns sicher das eine oder andere Mal schwer geworden, überhaupt eine Mannschaft aufzubieten“, sagt Moringens Trainer Stephan Netter. Er und sein Team waren zuletzt durch eine Verletztenmisere sondergleichen ohnehin schon extrem gebeutelt. Netter hält es für fraglich, „ob das für die Kreisliga sinnvoll ist und dadurch die Fairness verbessert wird“.

„Wir sind doch nicht in der Bundesliga. Aber der elektronische Spielbericht macht so etwas möglich - und deshalb wird es nun eingeführt“, sagt Ralf Ellies, Vorsitzender des SV Höckelheim, wenig begeistert. „Dadurch wird sich nichts ändern. Ich denke, dass wird viel mehr zu einer Belastung für die kleinen Vereine auf dieser Ebene.“

Jörg Franzke, Trainer des vor kurzem aus der Kreisliga zurückgezogenen FC Hettensen-Ell.-Ha., denkt ähnlich. „Ich weiß nicht, ob es nötig ist, dass wir Feierabend-Fußballer alles aus den höheren Klassen übernehmen müssen.“ (osx)

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