Fußball: Unparteiischer aus Wiensen engagiert sich vorbildlich

Schiedsrichter Dennis Eckhardt zeigt Rassismus die rote Karte

Erfolgreiche Aktion: Schiedsrichter Dennis Eckhardt macht mit seinem speziell angefertigten T-Shirts auf seine Aktion „Zeig dem Rassismus die Rote Karte“ aufmerksam. Im Bild am Rande einer Begegnung zwischen dem SV Höckelheim und dem VfB Uslar mit Fabian Neumann (links) und Dennis Volle.
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Erfolgreiche Aktion: Schiedsrichter Dennis Eckhardt macht mit seinem speziell angefertigten T-Shirts auf seine Aktion „Zeig dem Rassismus die Rote Karte“ aufmerksam. Im Bild am Rande einer Begegnung zwischen dem SV Höckelheim und dem VfB Uslar mit Fabian Neumann (links) und Dennis Volle.

Täglich wächst in dem aus dem Uslarer Ortsteil Wiensen stammenden Fußball-Schiedsrichter Dennis Eckhardt (42) die Erkenntnis, dass der Widerstand gegen Menschenverachtung in Wort und Tat nicht groß genug sein kann.

Uslar - Der verheiratete Vater von zwei Kindern ist seit acht Jahren als Schiedsrichter im Fußballkreis Northeim/Einbeck aktiv und macht am Rande der Spiele auf dem grünen Rasen mit einer Aktion auf sich und sein Anliegen aufmerksam.

„Ich habe mir zum Ziel gesetzt, auf das Thema Rassismus und Diskriminierung aufmerksam zu machen. Weil ich gegen Rassismus bin und gemerkt habe, dass dieses Thema nicht oft aufgegriffen wird“, sagt Eckhardt.

Er hat mehrere T-Shirts mit dem Leitspruch „Zeig dem Rassismus die Rote Karte“ anfertigen lassen. Seine Aktion wird sowohl vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) als auch vom Niedersächsischen Fußballverband (NFV), dem Landessportbund Niedersachsen, dem Fußballkreis Northeim/Einbeck sowie diversen Firmen unterstützt.

Als Förderer nennt er Wolf Print (Wesertal), Bergbräu Brauerei, LVM und Automobilgruppe Siebrecht (alle Uslar) sowie die Firmen Pro Office und Sputniks Sportshop (beide Göttingen).

Vom NFV und DFB habe er kleine Informationsbroschüren zum Thema erhalten, die er vor den Fußballspielen an die jeweiligen Mannschaftsführer und Trainer oder Betreuer verteilt. Darin werde speziell auf Rassismus und auch rechtsextremistische Zeichen und Symbole hingewiesen. Und jedes Mal spricht er das Thema konkret an, das ihm auf den Nägeln brennt.

Dennis Eckhardt ist im gesamten Kreisgebiet auf den Fußballplätzen unterwegs und hat in der Zwischenzeit viel Zuspruch von den Kickern für sein Anliegen erfahren. Als Beispiel nennt er die JSG Uslar/Solling, den JFV Leinepolder, den SV Höckelheim, den VfB Uslar, die SG Ilmetal/Dassensen, den TSV Gladebeck, den Hardegser SV, den FC Weser, die SG Dassel/Sievershausen, den SV Heckenbeck, den TSV Edemissen, den SV Harriehausen oder auch den TSV Sudheim. Die Mannschaften und Vereine nehmen seine Botschaft auf, sagt er.

„Sport verbindet Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion, Hautfarbe und verschiedenen Alters. Gegen Rassismus sollten wir alle gemeinsam vorgehen und alle müssen mitziehen“, zitiert Dennis Eckhardt den Fußballer und ehemaligen Nationalspieler Jerome Boateng.

Wer dumpfen Rassismus verbreite, stelle sich gegen hunderttausende Fußballfans, meint der Wienser. Die übergroße Mehrheit sehe das auch so und sei für Menschlichkeit und Toleranz.  (Jürgen Dumnitz)

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