Fußball-Kreisoberliga Nord: „Der FC Bayern der Liga kommt“

SG Eder empfängt Marburg, OE erwartet Michelbach

Vor hoher Hürde: Tobias Lindenborn von der SG Eder (rechts, hier gegen Michelbachs Bilal Kouka) erwartet Marburg. Foto:  zhm

Frankenberg. Richtig schwierige Spiele stehen für die Frankenberger Fußball-Kreisoberligisten am Wochenende an. Bereits am Samstag ab 14 Uhr empfängt die SG Eder in Viermünden den VfB Marburg und um 14.30 Uhr trifft die SG Oberes Edertal auf den TSV Michelbach. Am Sonntag (14.30 Uhr) muss der TSV Röddenau zum SC Gladenbach reisen und die SG Bunstruth/Haina ist Gastgeber vom VfL Biedenkopf.

SG Eder - VfB Marburg. Richtig sauer zeigt sich Trainer Oliver Sprang nach der 2:4-Niederlage in Dreihausen. „Wir haben dem Gegner in die Karten gespielt, seine Stärken unterstützt und nichts gemacht, was wir vorher besprochen haben.“ Jetzt kommt der Ligaprimus VfB Marburg nach Viermünden. „Das ist für mich der FC Bayern der Kreisoberliga“, zeigt Sprang Respekt. „Die werden richtig bissig auftreten und gnadenlos sein.“ Seine Taktik gegen den scheinbar Unbesiegbaren erklärt er so: „Wir müssen gedankenschnell agieren, uns gut positionieren ohne zu tief zu stehen und ihnen keinen Raum geben. Vor allem dürfen wir nicht wie gegen Dreihausen in der Vorwärtsbewegung Fehler machen und dann durch schnelles Umschaltspiel in Rückstand geraten.“ Das Ziel der Trainers ist es, dem VfB „den Spaß am Fußball zu verderben“. Dafür soll seine Mannschaft hart am Gegner sein und nicht gleich in der ersten Viertelstunde ein Tor fangen.

SG Oberes Edertal - TSV Michelbach. „Aufgrund unserer schwierigen Personallage, wäre ich mit einem Punkt schon zufrieden“, sagte Trainer Holger Paulus vor der Mittwochspartie gegen Dreihausen. Das hat nicht geklappt. Mit der 2:3-Niederlage hat die Mannschaft jetzt drei Spieltage in Folge nicht mehr gewonnen. Jetzt steht sein Team vor einem Heimspiel gegen Michelbach, die sich am Mittwoch mit einem 3:0-Sieg gegen Beltershausen das nötige Selbstvertrauen geholt haben sollten und deren Trainer Mike Baumgart vor der Partie von einem Zugzwang sprach. Unter diesem Zugzwang steht jetzt die Paulus-Elf. Aufgrund ihrer Heimschwäche (sie sind Vorletzter der Heimspieltabelle) wird es gegen Michelbach nun schwer, zumal weiterhin Personal fehlt.

SC Gladenbach - TSV Röddenau. Nach drei Siegen in Folge hat der TSV Röddenau am Dienstag einen kleinen, wenn auch recht deutlichen Dämpfer erhalten. Ersatzgeschwächt musste sich das Team von Trainer Cataldo Schirru einer 0:6-Niederlage in Stadtallendorf beugen. Spielausschussobmann Thomas Müller hatte insgeheim gehofft, den Gegner auf falschem Fuß zu erwischen, was aber gegen einen aus Hessenligaspielern verstärkten Kader nicht gelang. Gegen Gladenbach trifft der TSV auf einen hochmotivierten Gegner, der letztes Wochenende sehr unglücklich gegen Aufstiegsaspirant VfL Biedenkopf mit 0:2 verlor. „Wir wissen, dass Gladenbach eine gute Mannschaft hat. Vor allem zuhause sind sie stark“, so Müller, der aber ein mittelfristiges Ziel ausgibt. „Wir wollen mit mehr als 20 Punkten in die Winterpause gehen.“

SG Bunstruth/Haina - VfL Biedenkopf. „Das Spiel hätten wir nicht verlieren dürfen. Wir spielen fast 90 Minuten lang in Überzahl, verschießen einen Elfmeter und fangen uns zwei Kullerdinger“, ist Trainer Rainer Kuche nach der 1:2-Niederlage gegen Türk Gücü Breidenbach noch jetzt enttäuscht. Das passt aber ins Bild. „Wir haben fast alle Spiele gegen Mannschaften, die hinter uns stehen, verloren“, erinnert er sich. So gesehen müsste er jetzt froh sein, gegen den VfL Biedenkopf antreten zu müssen. „Das ist eine ganz andere Hausnummer. Das wird ganz schwer für uns. Wir haben massive Personalausfälle“, sagt Kuche. Stefan Hoffmann, Timo Metz, Andreas Leibold und Elhadji Diallo können nicht mitwirken. „Wenn wir komplett wären, könnten wir vielleicht was ausrichten. So sind die Chancen gering“, sieht er das Ganze nicht gerade optimistisch. (gd)

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