Fußball-Kreisoberliga Nord

Bartel lässt SG Oberes Edertal im Derby gegen TSV Röddenau spät jubeln

Das 2:2 ist gefallen: Die OE-Spieler Nicolas Hirt (von links), Leon Althaus, Philipp Herguth, Janik Kroh, Etekan Karsli und Eduard Bartel bejubeln den Ausgleichstreffer.
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Das 2:2 ist gefallen: Die OE-Spieler Nicolas Hirt (von links), Leon Althaus, Philipp Herguth, Janik Kroh, Etekan Karsli und Eduard Bartel bejubeln den Ausgleichstreffer.

Holzhausen. Derbysieg für die SG Oberes Edertal: Der Aufsteiger setzte sich in der Fußball-Kreisoberliga gegen den TSV Röddenau durch. 3:2 (1:2) hieß es am Ende, den Siegtreffer erzielte Eduard Bartel in der Nachspielzeit.

„Ein glücklicher Sieg meiner Mannschaft, die heute nicht ihre beste Leistung zeigte. Aber am Ende haben wir wieder Moral bewiesen, uns zurück gekämpft und deshalb auch nicht unverdient gewonnen“, freute sich OE-Trainer Oliver Sprang.

Beide Teams begannen eher verhalten und waren bemüht, den Gegner vom eigenen Tor fernzuhalten. Das gelang den Gästen etwas besser, die zudem durch Lukas Wiechens die erste Chance hatten (4.). Nach und nach kämpfte sich die Heim-SG ins Spiel und bekam beim ersten gefährlichen Angriff einen Elfmeter von Schiedsrichter Heinrich Schulze zugesprochen. Daniel Dithmar legte den Ball an Torwart Dean Schengel vorbei, der den „OE“-Stürmer von den Beinen holte. „Daniel nutzt die Situation gut aus, obwohl er sich den Ball eigentlich etwas weit vorlegt“, kommentierte Oliver Sprang die Entscheidung, die nicht alle Röddenauer Anhänger teilten. Pascal Blank zeigte sich nervenstark und traf sicher zum 1:0 (17.).

Die Gäste zeigten sich vom Rückstand allerdings nur wenig beeindruckt und kontrollierten das Spiel weitgehend. „Da haben wir den Röddenauern viel zu sehr das Feld überlassen“, ärgerte sich Sprang über die schwächste Phase seines Teams. Zunächst scheiterte Wiechens nach Vorlage von Biber (24.), nur wenige Minuten später schloss der agile Daniel Starck einen schönen Spielzug über Chris Vaupel und Lukas Wiechens zum verdienten 1:1 ab (27.). Noch vor der Pause setzte Nico Wroblewski Nils Gaydos glänzend in Szene, der mit einem satten Schuss zum 1:2 einnetzte (39.). Auch nach Wiederanpfiff ließ der TSV aus Röddenau vor dem Tor wenig anbrennen, doch in der Offensive fehlte der Elf von Trainer Cataldo Schirru häufig die Durchschlagskraft. Einzig ein Wroblewski-Freistoß sorgte für Gefahr (62.).

Mit der Einwechslung des flinken Etekan Karsli (65.) kamen die Hausherren wieder besser ins Spiel. Die erste Großchance vergab Bartel noch freistehend (66.), ehe Karsli nur wenige Minuten später nach einer Kopfballverlängerung von Yannik Blank zum Ausgleich traf (72.).

„Da waren wir total schläfrig und haben nicht gut gegen den Ball gearbeitet“, war Schirru verärgert – und es sollte noch schlimmer kommen. Denn in der Nachspielzeit schlugen die Hausherren noch einmal zu, wenngleich der Treffer erneut umstritten war. Röddenaus Benedikt Kunick lief gegen Karsli einen Ball an der Mittellinie ab und rechnete folgerichtig mit einem Einwurf für seine Farben. Der Schiedsrichter konnte die Situation wohl nicht richtig einsehen, sodass sich Karsli den Ball gedankenschnell nahm und zum freistehenden Nicolas Hirt warf. Dieser setzte Eduard Bartel in Szene, der wiederum den viel umjubelten Siegtreffer erzielte.

„Klar war es eine Fehlentscheidung, aber wir müssen uns da trotzdem cleverer anstellen und dürfen das Verteidigen nicht vergessen“, gab Schirru dem Schiedsrichter nur eine Teilschuld. Seine Elf hängt nach der vierten Niederlage in Folge im Tabellenkeller fest. Aufsteiger OE dagegen steht im gesicherten Mittelfeld.

Von Saskia Mann

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